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Merkur-Politikredakteur Til Huber

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Neuanfang bei der Bayern-SPD: Lass rumpeln

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München - Abgeordnete moserten, die Basis krittelte: Der Neuanfang in der Bayern-SPD, den Landeschef Florian Pronold am Freitag ausgerufen hatte, drohte schon am ersten Tag zum Rohrkrepierer zu werden.

Aufbruchsstimmung im Bund, Selbstzerfleischung im Land – willkommen in der Bayern-SPD: So könnte man das gehässig betiteln. Doch das würde der Sache nicht gerecht.

Man kann darüber streiten, ob jeder sein Bauchgrimmen immer gleich nach außen tragen muss. Aber grundsätzlich ist eine offene Debatte nach Jahren des Frusts dringend nötig. Nichts wäre falscher als eine sterile, im Vorstand oder gar vom Vorsitzenden dekretierte „Neuaufstellung“. Das weiß auch Generalsekretärin Natascha Kohnen, die derzeit Favoritin auf den Landesvorsitz ist. Dass sie sich ein Vorstandsvotum zu ihren Gunsten derzeit verbittet, ist klug.

Gerade mit dem Schwung der Schulz-Kandidatur sollte die Bayern-SPD bis zum Parteitag im Mai sehr grundsätzlich diskutieren, wofür sie künftig stehen und wer sie repräsentieren soll. Nichts beschönigen und vor allem zuhören, was die Basis in den Kommunen zu sagen hat: Nur so hat der Landesverband die Chance, die Menschen im Freistaat endlich wieder zu erreichen.

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