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Christian Deutschländer.

Kampf gegen „Politischen Islam“

Kommentar zur CSU und dem Islam: Trennschärfe

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Die CSU greift den „Politischen Islam“ an. Dass die Partei einige richtige, aber nicht genehme Punkte anspricht, findet Merkur-Redakteur Christian Deutschländer.

Auf die Empörten aus allen Teilen dieser Republik werden wir nicht lange warten müssen. In einer selbst für die CSU ungewohnten Schroffheit greift die bayerische Staatspartei den „Politischen Islam“ an. Sie sieht in ihm die Ursache und den Nährboden für Gewalt, Terror, Abschottung und Parallelgesellschaften. Den Kampf aufzunehmen gegen diesen Polit-Islam, fordert die CSU, statt in vorauseilender Rücksichtnahme auf nichtchristliche Zuwanderer auf jede Konfrontation zu verzichten.

Ist das nun ein Aufruf zum Kulturkampf? Ein Weckruf, die Wurstigkeit zu überwinden und stärker für eigene Werte einzustehen? Oder nur der Zuruf an die rechte Flanke, jaja, für euch haben wir auch was? Parteitagspapiere haben den Vorteil, das nicht letztgültig beantworten zu müssen. 

CSU spricht einige richtige Punkte an

Tatsächlich spricht die CSU einige richtige, wenn auch oft nicht genehme Punkte an: Natürlich gibt es massive Einflussnahmen aus islamisch geprägten Staaten (Türkei!) auf die Gesellschaft in Deutschland. Es wäre fatal, in Übertoleranz Lebensgewohnheiten zu verändern. Oder den Rückzug in Parallelgesellschaften und Ghettos hinzunehmen. Ebenso ist es grundfalsch, Verstöße gegen unser Rechtssystem mitleidig zu dulden, statt mit gebotener Härte dagegen vorzugehen. Das scharf auszusprechen, ist besser, als es in vermeintlicher politischer Korrektheit zu vernuscheln.

Die Zuspitzung auf den „Politischen Islam“ (den man auch Islamismus nennen könnte) wird die Debatte in unserem Land aufheizen. Es wird ein Drahtseilakt für die CSU und ihre Kritiker, sauber zu trennen zwischen Religion und politischem missbrauchtem Islam. Ob diese Trennschärfe in Bierzelt-Atmosphäre auch noch hält? Das wäre auch für die Christsozialen wichtig, denn sie können es sich in diesem Punkt nicht so leicht machen wie die ähnlich formulierende AfD: Die CSU ist im Kern eine religionsfreundliche Partei und will das bleiben.

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