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Mike Schier.

Die Nato rüstet auf

Kommentar zur Nato: Mehr Selbstbewusstsein

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Die Nato darf sich von Russland nicht an der Nase herumführen lassen. Sie sollte mehr Selbstbewusstsein entwickeln, findet Merkur-Redakteur Mike Schier.

Die Episode beweist die Unbedarftheit, mit der einige Nato-Länder noch immer Russland begegnen: Da fragt Moskau in Spanien freundlich an, ob man nicht die russischen Kriegsschiffe in der spanischen Exklave Ceuta betanken könne. Jene Kriegsschiffe also, die dann weiter in den syrischen Krieg ziehen, um dort den Machthaber Assad zu unterstützen. Madrid sagte einfach zu, was bei den Nato-Partnern einen Sturm der Entrüstung hervorrief. Am Ende sagte Russland ab.

Noch immer tut sich die Nato schwer, dem forschen russischen Präsidenten mit der nötigen Autorität gegenüberzutreten. Die neue Zurückhaltung der Amerikaner in internationalen Fragen scheint die oft zu sehr mit sich selbst beschäftigten EU-Staaten etwas orientierungslos hinterlassen zu haben. Dabei haben Wladimir Putins Muskelspiele der vergangenen Monate bewiesen, dass der Ex-Geheimdienstler nur eine Sprache versteht: Wenn man auf seinen Druck mit Gegendruck reagiert.

Natürlich ist der Grat schmal: Doch wenn Ursula von der Leyen nun im Osten der EU eine vorsichtige Aufrüstung verkündet, muss man dies nicht gleich als Säbelrasseln geißeln. Sie ist der Ausdruck jenes Selbstbewusstseins, das die Nato braucht. Vieles spricht nämlich dafür, dass sich die unter massiven wirtschaftlichen Sorgen leidenden Russen stärker machen, als sie eigentlich sind.

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