Die Union und Guttenberg

Kommentar: Das Buhei um den Baron nervt

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Kommt er, oder kommt er nicht? Und wenn ja, was bringt es, wenn er zurückkommt? Warum Karl-Theodor zu Guttenberg ohnehin nur ein Lückenfüller für die CSU ist: Ein Kommentar von Christian Deutschländer. 

In der Politik ist nichts ewig, noch nicht mal die Verbannung. Wer Fehler gemacht hat als Politiker, kann sich im Lauf der Zeit rehabilitieren. Im Grunde muss deshalb auch eine Rückkehr des Ex-Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg in die erste Reihe möglich sein, auch wenn seine Plagiatsaffäre weit über den Rahmen üblicher Missgriffe hinausging. (Zur Erinnerung: Da wurde betrogen, mit Vorsatz wissenschaftliche Standards unterlaufen.) Trotzdem erstaunt, mit welcher Koketterie und mit welch leeren Händen Guttenberg aus seinem USA-Exil wieder in die Bundespolitik einzufliegen gedenkt. Demut? Eine nachgeholte, diesmal saubere Promotion? Ach wo. Dafür war keine Zeit für den Geschäftsmann in den USA. Das sagt viel aus über Guttenberg und die Personalsituation beider Unionsparteien.

Die gemerkelte CDU hat sich fast aller Hoffnungsträger entledigt. Außenpolitiker, Transatlantiker vor allem, fehlen, aus der Landesebene kommt kaum was nach. Natürlich schillert Guttenberg, wenn man ihn zwischen Altmaier und de Maizière stellt. Für CSU-Chef Seehofer ist er zudem ein nützliches Werkzeug. In dessen beinharter Abwehrschlacht gegen den Rivalen Söder kommt jeder recht, der den Eindruck erweckt, das Personaltableau der CSU wäre breiter. Auch wenn der Eindruck trügt.

Nüchtern betrachtet, ist Guttenbergs Rolle also die eines Lückenfüllers. Er wird einem Teil der Wähler gefallen. Und einem Teil auf die Nerven gehen, denn besonders glaubwürdig ist das dauernde Buhei um den Baron nicht.

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