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Feixen ist zwecklos

Kommentar zur Spaltung der AfD: Ohne Schadenfreude

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Einen Tag nach der Wahl kündigt sich schon die Spaltung der AfD an. Ein Grund zur Schadenfreude ist das beileibe nicht. Ein Kommentar von Christian Deutschländer.

Hinter dem gewaltigen Einmarsch der AfD in den Bundestag steckt auch eine Fehleinschätzung. Lange dachten etliche Politiker und Medien, die Brandmarkung der AfD als radikale, rechtsextreme Partei würde alle Wähler abschrecken. Das hat erkennbar nicht funktioniert: Die neuen Abgeordneten wurden eben nicht nur vom Bodensatz Rechtsextremer gewählt worden, den unser Land seit Jahren erträgt, sondern auch von einer Schar Nationalkonservativer (eigentlich innerhalb des demokratischen Spektrums zuhause) und von hunderttausenden Zornigen links wie rechts, denen ein lautes Alarm- und Protestsignal an CDU, CSU und SPD wichtig war.

Zurückkehren werden letztere Wählergruppen aber nur unter zwei Bedingungen: Wenn die AfD an Attraktivität verliert; und wenn die anderen, demokratischen Parteien in ihrer Politik aktiv umsetzen, dass sie die Botschaft der Wähler kapiert haben. Deshalb genügt es jetzt nicht, über die anstehende Spaltung der AfD-Fraktion zu feixen. Natürlich ist das kurios, ein Signal der Zerrissenheit schon am ersten Tag im Parlament. Doch zur Erinnerung: Die Partei hat sich schon mal gespalten, der Lucke-Flügel von den ganz Rechten, nun die ganz Rechten von den ganz ganz Rechten. Der jeweils rechteste Teil ist stets munter gewachsen. Das wird sich von alleine nicht ändern.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Bundestagswahl finden Sie in unserem Ticker.

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