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Katrin Habenschaden tritt für die Grünen an. Ihr Steckbrief: Familienstand: verheiratet Kinder: zwei. Ein Mädchen (11) und ein Bub (14) Hobbys: Wandern, Joggen. In der Partei seit 2009.

Wahl am 15. März 2020

Kommunalwahl 2020 München: OB-Kandidatin Katrin Habenschaden im Check

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Wie ticken die OB-Kandidaten der Kommunalwahl München 2020? Wir prüfen die Anwärter auf Herz und Nieren. Diesmal: Grünen-Kandidatin Katrin Habenschaden.

  • 14 Kandidaten bewerben sich bei der Kommunalwahl am 15. März um das Amt des Münchner Oberbürgermeisters
  • Wir haben den Männern und Frauen einen Fragebogen vorgelegt, um einige Grundpositionen vergleichbar zu machen
  • Hier stellen wir Ihnen Grünen-Kandidatin Katrin Habenschaden vor.

  • OB-Kandidatin Katrin Habenschaden - Darum will ich OB werden:

    München ist eine wunderschöne Stadt, verschläft aber gerade seine Zukunftschancen. Ich bin jemand, der Probleme anpackt und sie nicht aussitzt. Stillstand akzeptiere ich nicht. München braucht endlich einen OB, der gestaltet statt nur verwaltet. Ich will unsere Stadt wieder voranbringen.

    Das will ich anpacken:

    Ich will mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen, den ÖPNV kräftig ausbauen und ein 365-Euro-Ticket einführen und München zur Umwelt- und Klimahauptstadt machen. Wir brauchen mehr bedarfsgerechte Kitaplätze und bessere Angebote für Senioren. Das alles ist aber nur möglich, wenn München weiterhin wirtschaftlich erfolgreich ist, denn eine moderne Infrastruktur, städtische Wohnungen und gute soziale Angebote kosten Geld. Als Diplom-Betriebswirtin verfüge ich über die erforderliche Wirtschaftskompetenz. Was mir ein Herzensanliegen ist: Als Oberbürgermeisterin werde ich unsere bunte und weltoffene Stadt gegen die zunehmende Bedrohung von rechts entschlossen verteidigen.

    OB-Kandidatin Katrin Habenschaden - Das ist meine Vision:

    Mir ist wichtig, dass alle Menschen in München ihren Platz haben, unabhängig vom Kontostand. Die Schere zwischen Arm und Reich darf deshalb nicht noch weiter aufgehen. Inzwischen entfallen im Schnitt 45 Prozent des Einkommens der Münchner*innen auf die Miete, das darf so nicht weitergehen. Die Mittelschicht kann sich das Leben in München kaum noch leisten. Bezahlbares Wohnen ist deshalb für mich die soziale Frage, die ich unbedingt lösen möchte, weil sich davon viele andere Probleme ableiten, etwa der Fachkräftemangel. Mein Wunsch für München ist außerdem wieder mehr Lebensqualität – mehr Grün in der Stadt, mehr lebendige Plätze, mehr attraktive Aufenthaltsmöglichkeiten.

    Mein Herz schlägt für:

    Die Menschen in München, die es nicht so leicht haben und denen wir mehr Beachtung schenken müssen: Alleinerziehende, Behinderte, Geflüchtete, Senioren mit Minirente oder Familien, die unter den hohen Lebenshaltungskosten leiden. Privat schlägt mein Herz für die Familie. Meine Kinder sind auch der Grund, warum ich Kommunalpolitik mache: Ich liebe München und will dazu beitragen, dass unsere Kinder und Enkel in einer lebenswerten Stadt aufwachsen. Außerdem schlägt mein Herz für Tiere und die Natur. Sobald es die Zeit erlaubt, bin ich an der frischen Luft – beim Radeln, Joggen oder Bergsteigen. Dort hole ich mir die Energie für die Arbeit im Rathaus.

    Das geht mir an die Nieren:

    Wenn ich höre, wie der Klimawandel unsere Lebensgrundlagen bedroht. Wenn ich in der Fußgängerzone Menschen begegne, die in Abfalleimern nach Pfandflaschen suchen. Wenn ich höre, dass es inzwischen sogar obdachlose Kinder gibt in München. Wenn ich sehe, dass die Schlangen an den Tafeln jedes Jahr länger werden – und gleichzeitig Tag für Tag tonnenweise gute Lebensmittel weggeworfen werden. Das geht mir an die Nieren, da werde ich richtig grantig. Mir fehlt im Wahlkampf auch die richtige Gewichtung der Probleme in München. Mir wird zu viel über Parkplätze und zu wenig über bezahlbares Wohnen oder Kitaplätze diskutiert.

    Mein Fundament ist:

    Meine Familie. Klingt abgedroschen, ist aber wirklich so. Wir hatten über meine Kandidatur im Familienrat gesprochen und ich habe den Kindern gesagt, dass sie mich seltener sehen werden, wenn ich als OB kandidiere. Sie haben sofort gesagt: Mama, mach das! Und seitdem unterstützen sie mich, kochen für mich, schreiben mir liebe Zettel und Whatsapp. Besonders dankbar bin ich meinem Mann, der den Laden daheim seit Monaten praktisch im Alleingang schmeißt. Dieser große Zuspruch trägt mich im Wahlkampf. Dazu kommt die phänomenale Unterstützung meiner Partei, und zwar vom Basis-Mitglied bis zum Vorstand. Eine bessere Unterstützung könnte ich mir nicht wünschen.

    So verbringe ich den Wahltag:

    Der 15. März wird der erste Tag seit Wochen ohne Wahlkampftermine sein. Also pure Erholung. Ich werde mit der Familie frühstücken, wählen gehen und dann wird die Spannung vermutlich stündlich steigen. Vielleicht gehe ich zwischendurch noch laufen, um den Kopf frei zu bekommen. 

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