Wortmeldung: Anton Hofer bei der Bürgerversammlung im November im Olympiasaal. 
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Wortmeldung: Anton Hofer bei der Bürgerversammlung im November im Olympiasaal. 

 Nach der Zitterpartie

Bürgermeisterkandidat Hofer präsentiert seine Ideen

Es war knapp. Doch die Hürde ist geschafft. Die neue Gruppierung „Garmisch+Partenkirchen miteinander“ kann nun in den Wahlkampf für den Urnengang am 15. März starten. Bürgermeisterkandidat Anton Hofer präsentierte am Donnerstag im Tagblatt-Gespräch schon einmal ein paar Ideen.

Update vom 6. Februar, 17.50 Uhr

Garmisch-Partenkirchen –Die Kandidaten der neuen Gruppierung „Garmisch+Partenkirchen miteinander“ haben erst einmal durchgeschnauft, als sie sich am Mittwochabend im Schützenhaus am Wankparkplatz trafen. „Uns ist erst einmal eine brutale Last von den Schultern gefallen“, erzählt Anton Hofer, der Bürgermeisterkandidat der Vereinigung. 190 Unterstützer-Unterschriften hatten er und die Gruppierung gebraucht. Es war knapp. Am Montag lief die Frist ab, am vergangenen Freitag waren erst rund 150 Unterschriften beisammen. Doch am Montag gelang Hofer und Co. noch der Durchbruch. „Innerhalb von anderthalb Stunden haben 40 Leute unterschrieben“, erzählt Hofer, das sei „sensationell“ gewesen. So kamen am Ende nach seinen Angaben 202 Unterschriften für ihn als Bürgermeisterkandidat und 214 für seine Gruppe zusammen. „Es ist ein wahnsinniger Schritt, dass wir es geschafft haben.“ Manche Mitstreiter hatten schon nicht mehr damit gerechnet, dass es klappt.

Intensive Vorarbeit

Die Vorarbeit war intensiv. Doch nun ist die Zitterpartie vorbei. Der Wahlkampf kann losgehen. Rund fünf Wochen hat „Garmisch+Partenkirchen miteinander“ noch Zeit, die Bürger von ihren Inhalten zu überzeugen. „Die Internetseite ist gerade in der Mache“, sagt der Bürgermeisterkandidat. Auch in den Sozialen Medien will man Präsenz zeigen. Die Themen, die die Vereinigung beackern möchte, unterscheiden sich nicht großartig von denjenigen anderer Gruppierungen: Ausbildung, Arbeitsplätze, Wohnraum, Mobilität und Freizeit.

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Pro Mehrgenerationenhaus

Was Hofer nicht verstehen kann, ist, warum kommunaler Wohnungsbau mit einem Mehrgenerationenhaus nicht möglich sein soll. „Die Millionen der Leifheit-Stiftung sind da. Das wäre wirklich ein Leuchtturm-Projekt.“

Alle Kandidaten im Überblick

Über Tourismus reden

In Sachen Tourismus spricht er sich dafür aus, diesen „verträglich“ zu gestalten. Gelegentlich ist von „Overtourismus“ die Rede. Das ist ein Begriff, der das Entstehen von offen zutage tretenden Konflikten zwischen Einheimischen und Gästen an stark besuchten Zielen beschreibt. Hofer denkt beim Thema „Overtourismus“ etwa an das regelmäßige Verkehrschaos Richtung Eibsee in Grainau. Man müsse sich klar werden, „wo wollen wir in fünf Jahren mit dem Tourismus stehen“ und dabei auch über etwaige Eingriffsmöglichkeiten reden. Er bezweifelt, dass der Winter-Tourismus „in der heutigen Form“ angesichts des Klimawandels und der Wetterkapriolen zukunftsfähig ist. „Es so laufen zu lassen, macht wenig Sinn.“ Hofer plädiert darüber hinaus, Mobilität „ohne Tabus“ neu zu denken. In puncto Freizeit kann sich der 41-jährige Elektro-Ingenieur einen Downhill-Track für Mountainbiker vorstellen. Wo? „Da gäbe es genügend Möglichkeiten.“ Man sollte sich hinsetzen und schauen, „wo es machbar wäre“.

Handwerkermarkt als Idee

An weiteren Ideen mangelt es Hofer nicht. So bringt er einen Handwerkermarkt ins Spiel, wie er etwa in Seefeld stattfindet. „Wenn das gewollt ist, kann man das kostendeckend machen.“

Kritik an Meierhofer

Bei der Frage, was er als Bürgermeister anders als Amtsinhaberin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) machen würde, muss er nicht lange überlegen. „Ich würde das Versprechen einlösen, das sie vor sechs Jahren gegeben hat, nämlich Transparenz und Bürgernähe zu zeigen.“ Bei Meierhofer sieht er diesen Punkt offenbar als nicht erfüllt an. „Mindestens zwei Sitze“ will „Garmisch+Partenkirchen miteinander“ bei der Kommunalwahl am 15. März erringen. „Das wäre schön, weil man da eine Fraktion bilden kann.“

Sporteln und Schnaps brennen

Der Elektroingenieur hatte sich bereits in der Vergangenheit durch seine Hartnäckigkeit und seinen Kampfgeist bei der Bürgerinitiative „Mobilfunk mit Augenmaß/Interessengemeinschaft Törlenstraße“ einen Namen in der Marktgemeinde gemacht. In seiner Freizeit geht Hofer gern Skifahren, Radeln und Segeln. Und auch Schnaps brennt der Bürgermeisterkandidat hie und da. Er ist sogar Staatlich geprüfter Brenner und Edelbrandsommelier.

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Roland Lory


Erstmeldung

Garmisch-Partenkirchen – – Es stand auf Messers Schneide. Doch jetzt ist es sicher: Anton Hofer ist offiziell sechster Bürgermeisterkandidat in Garmisch-Partenkirchen. Die neue Gruppierung „Garmisch + Partenkirchen miteinander“ hat die nötigen Unterschriften zusammengebracht und kann somit bei den Kommunalwahlen am 15. März antreten. Die Frist war am Montag abgelaufen. Gerade an diesem Tag sollen sich noch viele Unterstützer im Rathaus eingetragen haben. So konnte die Vereinigung das Ruder herumreißen. Nach Angaben von Ute Leitner, Pressesprecherin der Marktgemeinde, wurden „mehr als 200“ Unterschriften gezählt. Für eine Stellungnahme war Hofer am Mittwoch nicht zu erreichen.

roy

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