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Der Wahlkampf kommt langsam in Fahrt: In Königsdorf hat eine Partei bereits ihren Kandidaten benannt. 

Kommunalwahl 2020

Kopnicky will Bürgermeister werden 

Jetzt ist es offiziell: Rainer Kopnicky will sich im März 2020 um das Amt des Königsdorfer Bürgermeisters bewerben. Dafür ist er von den Freien Wählern zur CSU gewechselt. 

Rainer Kopnicky ist der CSU-Bürgermeisterkandidat in Königsdorf. 

Königsdorf Es geht Schlag auf Schlag in Königsdorf: Am Dienstag wurde Bürgermeister Anton Demmel als designierter Landratskandidat der CSU vorgestellt. Zwei Tage später präsentierte der CSU-Ortsverband seinen Kandidaten für Demmels Nachfolge: Rainer Kopnicky soll für die Königsdorfer CSU ins Rennen gehen. Das gab der Ortsvorsitzende, Hans Stöger, in einem Pressegespräch am Donnerstagmittag bekannt.

Pikantes Detail: Kopnicky ist erst im Dezember zur CSU gewechselt. Zuvor saß der 51-Jährige für die FW im Königsdorfer Gemeinderat. Deshalb lag es ihm am Donnerstag am Herzen, klarzustellen, dass er sich die Entscheidung nicht leicht gemacht habe. Persönliche Animositäten seien nicht der Grund für seinen Seitenwechsel gewesen, betonte Kopnicky. „Es gab keinen Streit.“ Er sei grundsätzlich konservativ eingestellt und habe sich nochmal neu orientieren wollen.

Ein weiterer Grund sei gewesen, dass er im Hinblick auf die zu bewältigenden Aufgaben eines Bürgermeisters bei der CSU eine bessere Vernetzung gegeben sehe. „Ein Wechsel ist nichts Unehrenhaftes“, sagte Kopnicky. „Ich will den Anderen nichts Böses, man muss schließlich auch künftig gut zusammenarbeiten.“ Grabenkämpfe wolle er auch in Zukunft keine, „da kommen nur Verlierer raus“.

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Der 51-Jährige gab einen Überblick über seinen Lebenslauf – beginnend mit seiner Ausbildung bei der Gemeinde Königsdorf. Schon früh habe ihn die Kommunalpolitik interessiert. Von Königsdorf wechselte er zur Stadt Geretsried, seit 1993 ist Kopnicky Leiter der Liegenschaftsabteilung im Geretsrieder Rathaus. 2002 – „in jungen Jahren“ – bewarb er sich schon einmal ums Bürgermeisteramt in Königsdorf. Ohne Erfolg.

Kopnicky ist in zahlreichen Vereinen in seiner Heimat engagiert, beim TSV bekleidet er das Amt des Zweiten Vorsitzenden. „Ich bin sehr sachorientiert“, sagte er über sich selbst – keinesfalls wolle er aber nur verwalten. Es stünden viele Herausforderungen in den kommenden Jahren an, von der S-Bahn-Verlängerung über den Zuzug bis zu Infrastrukturprojekten. Dabei sei ihm Transparenz zum Bürger wichtig.

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„Ich bin sehr froh, dass Du den Weg zu uns gefunden hast“, sagte CSU-Gemeinderätin Luise Seemayer. Kopnicky sei „ein Schwergewicht im Ring“. Stöger erklärte, dass man mit der Entscheidung, ihn zum jetzigen Zeitpunkt als designierten Bürgermeisterkandidaten zu präsentieren, „Spekulationen aus dem Weg räumen“ und „klare Fronten schaffen“ wollte. Kopnicky sei nicht nur aufgrund seines Berufs als Verwaltungswirt fachlich bestens fürs Bürgermeisteramt geeignet. Er habe als Gemeinderat und in seiner Amtszeit als Vize-Bürgermeister (2002 bis 2014) wertvolle Erfahrungen gewonnen.

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Yvonne Zuber

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