Der große Überblick

Kommunalwahl 2020 in der Region Weilheim: Bürgermeister-Kandidaten auf einen Blick

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Am Sonntag, 15. März 2020, finden die nächsten Bürgermeisterwahlen in Bayern statt. Hier finden Sie alle Bürgermeister-Kandidaten in der Region Weilheim.

Update, 26. März: Nicht mehr lange bis zur Stichwahl im Landkreis Weilheim-Schongau: In unserem Live-Ticker erfahren Sie Ergebnisse, News und Reaktionen vom Wahltag. 

Kommunalwahl 2020 in Bayern: Welche Aufgaben hat der Bürgermeister?

  • Am Sonntag, 15. März 2020, werden bei der Kommunalwahl auch in der Region Weilheim die Bürgermeister gewählt.
  • Stichwahlen finden am Sonntag, 29. März 2020, statt.
  • Hier finden Sie alle Bürgermeisterkandidaten der Region Weilheim im Überblick

+++ Ergebnisse Bürgermeisterwahlen +++

+++ Ergebnisse Gemeinderatswahlen +++

20 Chefsessel in den Rathäusern der Region Weilheim sind bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 zu besetzen. In etlichen Kommunen stellen sich die Amtsinhaber wieder zur Wahl. Das ist unter anderem in Weilheim, Peißenberg, Wessobrunn oder in Eberfing der Fall. Aktuelle Nachrichten zur Wahl finden Sie im News-Ticker für den Landkreis Weilheim-Schongau, sowie unserem News-Tickern für Bayern* und München*.

In den Städten und Gemeinden, in denen mehr als drei Kandidaten für das Bürgermeisteramt antreten, kommt es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Stichwahlen. Denn: Bekommt keiner der Bürgermeister-Bewerber im ersten Wahlgang mehr als 50 Prozent der Stimmen, dann schreibt das Wahlrecht eine Stichwahl vor. In diese ziehen jene Kandidaten und Kandiatinnen ein, die im ersten Wahlgang die meisten Stimmen geholt haben.  

Die Stichwahlen müssen genau zwei Wochen nach dem ersten Wahlgang stattfinden, also am Sonntag, 29. März 2020. Die Resultate für Weilheim finden Sie gemeinsam mit denen für Schongau im Ergebnistext für Weilheim-Schongau.

In Gemeinden wie Huglfing oder Böbing kandidiert jeweils nur ein Bewerber für das Bürgermeisteramt. Was viele Wähler aber nicht wissen: Wenn sich in einer Gemeinde nicht genügend Kandidaten für die Anzahl der Ämter findet, die zu besetzen sind, können die Wähler auch am Wahltag Kandidaten auf die Listen setzten, die selbst nicht kandidieren. 

Bei der letzten Kommunalwahl 2014 zum Beispiel hatte Martin Klein auf eine Bewerbung für das Wildsteiger Spitzenamt verzichtet - trotzdem erhielt er damals als „Phantomkandidat“ für das Amt des Bürgermeisters fast 34 Prozent der Stimmen. Bei der Kommunalwahl 2020 tritt er offiziell als Gegenkandidat von Bürgermeister Josef Taffertshofer an.

Tatsächlich können bei der Kommunalwahl auch Personen Bürgermeister werden, die gar nicht auf dem Wahlzettel stehen. Das passierte etwa vor sechs Jahren in der Gemeinde Schwaigen (Kreis Garmisch-Partenkirchen): Hubert Mangold war so beliebt, dass ihn 55 Bürger spontan auf ihre Stimmzettel schrieben und ihn in die Stichwahl schickten. Der amtierende Bürgermeister Karl Schwarzberger hatte im ersten Wahlgang nicht einmal die Hälfte der Stimmen erhalten - obwohl er als einziger Kandidat angetreten war.

Infografik zur Kommunalwahl 2020: So funktioniert Kommunalpolitik.

Übrigens: Wir bieten Ihnen unseren Spickzettel für die Kommunalwahl Bayern 2020 als Pdf zum Download und Ausdrucken.

Weilheim

Gleich acht Kandidaten wollen Bürgermeister von Weilheim werden (2014 waren es noch sechs Kandidaten):

Neben Amtsinhaber Markus Loth (BfW, seit 2002 im Amt), sind dies Angelika Flock (CSU), Manuel Neulinger (Grüne), Romana Asam (Freie Wähler), Horst Martin (SPD), Saika Gebauer-Merx (FDP), Ullrich Klinkicht (Weilheim Miteinander) und Reno Schmidt (AfD).

In einem separaten Artikel stellen wir Ihnen die Bürgermeisterkandidaten für Weilheim näher vor. Alle Infos zur Bürgermeisterwahl in Schongau finden Sie ebenfalls bei uns. 

Penzberg

Elke Zehetner (SPD) ist seit 2014 Bürgermeisterin in Penzberg. Sie will das Rathaus verteidigen und hat es dabei gleich mit fünf Herausforderern zu tun. Vor sechs Jahren setzte sie sich gegen Richard Kreuzer (CSU) und Wolfgang Sacher (BfP) durch.

Markus Bocksberger (Penzberg miteinander) kam 2014 auf dem SPD-Ticket in den Stadtrat. Aus Unzufriedenheit mit der Bürgermeisterin verließ er 2018 die SPD-Fraktion und gründete 2019 die neue Liste, deren Spitzenkandidat er nun ist.

Stefan Korpan (CSU) ist neu auf der politischen Bühne in Penzberg. Der Polizeibeamte gehört seit dem Jahr 2018 der CSU an und wurde gleich im darauffolgenden Jahr zum Bürgermeisterkandidaten des Penzberger Ortsverbands gekürt.

Kerstin Engel (Grüne) gehört seit 2008 dem Stadtrat an. Mit ihrer Bürgermeisterkandidatur war bereits 2014 gerechnet worden. Damals trat sie nicht an, umZehetners Kandidatur nicht zu schaden. Heute verbindet beide eine gegenseitige Abneigung.

Armin Jabs (Bürger für Penzberg) sitzt seit Januar 2019 im Stadtrat. Seither ist er auch Fraktionsvorsitzender der 2007 gegründeten BfP. Jabs ist nach Wolfgang Sacher (2014) der zweite BfP-Kandidat fürs Bürgermeisteramt.

Michael Kühberger (Freie Lokalpolitik Penzberg) zog 2014 für die CSU in den Stadtrat ein. 2017 kam es jedoch zur Spaltung, aus der die neue Liste „Freie Lokalpolitik Penzberg“ hervorging, die seither drei Stadtratsmitglieder stellt.

Peißenberg

Manuela Vanni wird von der Peißenberger Liste ins Rennen geschickt. Sollte die aktuelle Rathauschefin sich durchsetzen, wäre es die dritte Amtszeit–Vanni war 2008 für die SPD ins Amt gekommen.

Walter Wurzinger ist der Kandidat der Freien Wähler. 2014 war er über die Liste CSU/Parteilose in den Marktrat eingezogen. Ende 2018 schloss er sich der Bürgervereinigung an, ist nun bei den Freien Wählern.

Robert Halbritter will für die SPD das Peißenberger Rathaus erobern. Halbritter hatte sich bereits Ende 2018 für die Kandidatur entschieden und wurde schon im März 2019 vom Ortsverein gekürt.

Frank Zellner tritt für CSU/Parteilose an. Zellner führt auch die Liste für den Marktgemeinderat an. Die CSU hatte das Bürgermeisteramt im Jahr 2008 verloren – an Manuela Vanni.

Die vier Bürgermeister-Kandidaten für Peißenberg stellen wir Ihnen in einem eigenen Artikel ausführlicher vor.

Hohenpeißenberg

Thomas Dorsch tritt für CSU/Parteilose an. Seine Kandidatur ist keine Überraschung. Dorsch ist seit 2008 im Amt – Langzeit-Rathauschef Karl Graf hatte damals auf eine erneute Bewerbung verzichtet.

Wessobrunn

Helmut Dinter hat „weiterhin Lust“ aufs Rathaus, wie er bei der Aufstellungsversammlung seiner „Liste für alle“ bekundete. Dinter, als streitbarer Politiker bekannt, sitzt seit 2008 auf dem Chefsessel.

Georg Guggemos fordert Helmut Dinter heraus. Guggemos wurde von der neuen Liste „Gemeinsam gestalten“ aufgestellt, er führt auch die Gemeinderatsliste an. Der Kandidat ist CSU-Ortsvorsitzender.

Kommunalwahl 2020 in Bayern: Welche Aufgaben haben Stadtrat und Gemeinderat?

Seeshaupt

Friedrich Egold tritt für die CSU Seeshaupt-Magnetsried an und ist auch auf Platz eins der Gemeinderatsliste. Egold hatte damit für eine faustdicke Überraschung gesorgt, schließlich sitzt er derzeit noch für die SPD im Seeshaupter Gemeinderat.

Bernd Habich wurde von den Parteifreien Bürgern Seeshaupt-Magnetsried als Spitzenkandidat ins Rennen geschickt. Seine Nominierung erfolgte bei der Aufstellungsversammlung einstimmig. Habich führt die Gemeinderatsliste an.

Bernried

Robert Schiebel ist Kandidat der CSU. Der Ortsverbandschef bewirbt sich nach erfolglosen Kandidaturen 2002 und 2014 ein drittes Mal um den Bürgermeisterposten und die Nachfolge des scheidenden Amtsinhabers Josef Steigenberger.

Franz Eder wurde vom Wählerbündnis aus dem neu gegründeten Grünen-Ortsverband und der Bernrieder Liste für Mensch und Natur zum Kandidaten gekürt. Eder wurde auch auf den Spitzenplatz in der Gemeinderatsliste gewählt.

Georg Malterer gilt als Wunschkandidat des nach 18 Jahren nicht mehr antretenden Bernrieder Rathauschefs Josef Steigenberger. Malterer, derzeit dritter Bürgermeister, wurde von der Überparteilichen Freien Wählergruppe (ÜFW) nominiert.

Eglfing

Martin Fortmaier würde in große Fußstapfen treten: Der Kandidat der Wählergemeinschaft wurde als Bürgermeister-Nachfolger für Klemens Holzmann nominiert – und der hatte immerhin 24 Jahre lang die Geschicke Eglfings gelenkt.

Michaela Schönbach war bei der Aufstellungsversammlung noch Martin Fortmaier unterlegen und hob eine eigene Liste „Miteinander“ aus der Taufe. Diese schickt Schönbach, die aktuell im Gemeinderat sitzt, als Kandidatin ins Rennen.

Oberhausen

Thomas Feistl wurde von der Parteifreien Wählerschaft einstimmig und ohne Gegenkandidat nominiert. Er hatte 2014 die Nachfolge von Langzeit-Rathauschef Georg Sterzer angetreten. Feistl führt auch die Gemeinderatsliste an.

Anneliese Reichert von Tradition und Fortschritt war noch bei der Kommunalwahl 2014 ihrem Mitbewerber Thomas Feistl unterlegen. Diesmal der zweite Versuch, dafür würde die Bergerin einstimmig von ihrer Liste aufgestellt.

Andreas Reichel von der ÖDP ist das neue Gesicht im Oberhausener Kommunalwahlkampf. Der Ortsverband tritt erstmals an – und würde bei einem Sieg Reichels den ersten ÖDP-Rathauschef im Landkreis Weilheim-Schongau stellen.

Huglfing

Markus Huber wurde von SPD/Unabhängige ins Rennen geschickt. Der Gemeinderat will Bernhard Kamhuber nachfolgen, der nach 18 Jahren nicht mehr antritt. Huber tritt gemäß Listenübereinkunft nicht für den Gemeinderat an.

Polling

Felicitas Betz ist seit 2014 Bürgermeisterin und wurde von der Wahlgemeinschaft Polling zur Bürgermeister-Kandidatin gekürt. 72 Ja-Stimmen gab es für die Amtsinhaberin bei der Aufstellungsversammlung. Betz führt die Gemeinderatsliste an.

Martin Pape ist zweiter Rathauschef in Polling und wurde vom CSU-Ortsverband einstimmig als Bürgermeister-Kandidat nominiert. Der Oderdinger war schon 2014 angetreten, hatte es als Drittplatzierter aber nicht in die Stichwahl geschafft.

Ulrike Seeling wurde von der Unabhängigen Wählerliste Polling-Etting-Oderding als dritte Bewerberin um den Rathaus-Chefposten nominiert. Seeling sitzt für diese Liste bereits als einzige Vertreterin im aktuellen Gemeinderat.

Wielienbach

Ignaz Jochner wurde vom örtlichen CSU-Ortsverband als Spitzenkandidat ins Rennen geschickt. Jochner, der als Müllermeister eine eigene Mühle betreibt, führt auch die Gemeinderatsliste der Wielenbacher CSU an.

Frank Buchberger tritt für den Ortsverband der Freien Wähler als Bürgermeisterkandidat an. Der Haunshofener wurde bei der Aufstellungsversammlung einstimmig gekürt. Er steht auch auf Platz eins der Gemeinderatsliste.

Harald Mansi hatte im vergangenen Oktober als erster seinen Hut in den Ring geworfen. Der aktuelle Gemeinderat hob dafür eine neue Liste „Wir für Wielenbach“ mit aus der Taufe – und wurde mit 100 Prozent der Stimmen nominiert.

Eberfing

Georg Leis ist Amtsinhaber und wurde erwartungsgemäß und einstimmig von CSU/Parteifreie für eine erneute Kandidatur aufgestellt. Leis ist seit 2008 im Amt, damals war er auf das CSU-Urgestein Eduard Ott gefolgt.

Böbing

Peter Erhard wurde von einer gemeinsamen Liste aus CSU/Junger Union und Parteifreien als Bürgermeister-Kandidat aufgestellt. Die Wahl wäre nichts Neues für Erhard: Der einzige Bewerber ist bereits seit 18 Jahren Rathauschef in Böbing.

Obersöchering

Reinald Huber hatte schon geraume Zeit vorher durchblicken lassen, dass er wieder antreten wolle. So kam es auch: Der Amtsinhaber wurde von seiner Allgemeinen Wählergruppe mit großer Mehrheit aufgestellt.

Raisting

Martin Höck ist einziger Kandidat für das höchste Rathausamt in Raisting und tritt für die Neutralen Bürgerinnen- und Bürger-Liste (NBBL) an. Höck ist seit sechs Jahren Bürgermeister und gehört bereits 18 Jahre dem Gemeinderat an.

Iffeldorf

Hans Lang will es für die SPD wieder wissen. 2014 war er seinem CSU-Kontrahenten und Freund Hubert Kroiß unterlegen. Lang ist aktuell zweiter Bürgermeister und wurde erwartungsgemäß vom Ortsverein nominiert.

Markus Degen ist Spitzenkandidat der Parteifreien Wählergemeinschaft (PWG). Degen, der nicht im Gemeinderat sitzt, möchte Nach-Nachfolger von Albert Strauß werden – dieser hatte die PWG gegründet und war 42 Jahre lang Rathauschef.

Habach

Michael Strobl wurde von der Unabhängigen Wählergemeinschaft Habach-Dürnhausen (UWG) für eine dritte Amtszeit nominiert. Strobl ist wie bei der letzten Kommunalwahl 2014 der einzige Kandidat für das Bürgermeisteramt.

Sindelsdorf

Andreas Obermaier ist der Spitzenmann der CSU/Offene Bürgerliste. Obermaier ist derzeit zweiter Bürgermeister in Sindelsdorf. Amtsinhaber Josef Buchner tritt nach 30 Jahren nicht mehr an – seine UWS-Liste fand jedoch keinen Bewerber.

Antdorf

Klaus Kostalek will wieder Bürgermeister in Antdorf werden. Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) hat ihn erneut nominiert. Kostalek ist seit sechs Jahren im Amt und wie schon 2014 der einzige Bewerber im kleinen Dorf.

fro

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa / Peter Kneffel

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