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Die Bürger im Landkreis München sind am Sonntag, 15. März, zur Wahl aufgerufen. Abgestimmt wird über Bürgermeister, Stadt- und Gemeinderäte sowie Kreisräte und den Landrat.

Die Kommunen in der Übersicht

Kommunalwahl 2020: Die Kandidaten und Parteien im Landkreis München

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  • Sabine Hermsdorf-Hiss
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Wer will Bürgermeister werden und wer kandidiert für den Gemeinderat oder den Stadtrat? Für den Landkreis München finden Sie hier die Kandidaten und Parteien.

Landkreis - Alle sechs Jahre finden in Bayern Kommunalwahlen statt, das nächste Mal am Sonntag, 15. März 2020. Auch im Landkreis München stellt sich eine Vielzahl an Kandidaten zur Wahl - für das Amt des Bürgermeisters sowie die Sitze im Gemeinderat oder Stadtrat. Dabei treten nicht nur Bewerber der diversen Parteien an, sondern auch Vertreter vieler örtlicher Wählergruppierungen. 

Für die Wähler ist es da schwierig, den Überblick zu behalten. Der Münchner Merkur berichtet umfassend zur Kommunalwahl 2020 im Landkreis - hier sind die Kandidaten aus den 29 Landkreis-Kommunen aufgeführt.

Der Kreistag - Kandidaten für den Landkreis München:

Aschheim

Die Gemeinde Aschheim ist die letzte Bastion der CSU, wo Bürgermeister und Gemeinderatsfraktion die absolute Mehrheit haben. Dazu kommt, dass sich CSU und SPD in vielen Themen sehr nahe stehen. Die Wahl wird das Bild verändern, weil die Grünen mit Sicherheit als vierte Gruppierung in den Gemeinderat einziehen werden. Der Wegfall der CSU-Mehrheit ist wahrscheinlich. Favorit ist CSU-Bürgermeister Thomas Glashauser, den seine Herausforderer schon ärgern konnten. FW-Bewerber Eugen Stubenvoll hat den erfolgreichen Bürgerentscheid Straßenerschließung initiiert und Sabine Maier (Grüne) stand an der Spitze der Bewegung gegen einen Schlachthof. Vierte Kandidatin ist die erfahrene Kommunalpolitikerin Ingrid Lenz-Aktas (SPD). nb

Aying

Nach 24 Jahren wird Hans Eichler (PWH) nicht mehr als Rathauschef kandidieren und damit Platz für eine neue Bürgermeisterin oder einen neuen Bürgermeister machen. Gleich zwei Frauen und drei Männer bewerben sich für das Amt. Es braucht keinen Propheten, dass es eine Stichwahl geben wird. Gute Chancen in diese zu kommen dürften Hermann Oswald (PWH) und Christine Squarra (Grüne) haben. Beide sind bereits im Gemeinderat vertreten und konnten dementsprechend politische Erfahrungen sammeln. Und sie fallen durch Wortbeiträge auf. Auch Peter Wagner (CSU) hat schon solche Erfahrungen. Für Erich Leiter (SPD) und Carla Spindler ist das hingegen Neuland, wenngleich Spindler häufig im Gemeindeleben anzutreffen ist. wjr

Baierbrunn

Bei der letzten turnusmäßigen Kommunalwahl in Baierbrunn hat es nur eine Kandidatin gegeben – Barbara Angermaier. Die BIG-Vertreterin hat dann das Rennen freilich auch gemacht, warf aber vier Jahre später entnervt das Handtuch. Wolfgang Jirschik von der ÜWG wurde Interims-Bürgermeister – und jetzt, 2020, stehen in der zweitkleinsten Gemeinde im Landkreis gleich vier Kandidaten zur Wahl: Felix Maiwald von der CSU, Patrick Ott und Reinhard Löhr, die beide mal bei der CSU gewesen sind und jetzt für die ÜWG und die FDP ins Rennen gehen, sowie der SPD-Politiker Uwe Harfich, der anknüpfen will an Zeiten, als die Sozialdemokraten mit Christine Kammermeier lange Zeit die Rathauschefin in Baierbrunn gestellt haben. ak

Brunnthal

Klare Fronten in Brunnthal. Die Kandidatenschau mit Amtsinhaber Stefan Kern (CSU) und dem überparteilichen Kandidaten Jürgen Gott, der für ein Bündnis von PWB, UBW, Grünen und SPD ins Rennen geht, ist übersichtlich. Der Bürger hat die Wahl zwischen einem erfahrenen, seit 2002 im Amt agierenden Rathauschef Kern und dem ebenfalls gut im Ort vernetzten Geschäftsmann Gott.Kontinuität des Favoriten und Amtsinhabers contra frischer Wind. Beide haben schlüssige Konzepte für eine wachsende Gemeinde mit wachsenden Aufgaben. Von Gewerbeinfrastruktur bis zu einer verbesserten ÖPNV-Anbindung. Egal wer das Rennen macht. Die Aufgaben werden im Münchner Speckgürtel nicht kleiner und die notwendige Agenda immer länger. hh

Feldkirchen

Feldkirchen war nie SPD-Hochburg, hatte aber zwölf Jahre einen Genossen als Bürgermeister. Amtsinhaber Werner van der Weck wurde 2014 mit über 53 Prozent zur zweiten Amtszeit gewählt. Doch van der Weck tritt nicht mehr an und bekommt auch im eigenen Lager wenig Rückendeckung. Dabei sind die Finanzen gut, alle Kinder haben Betreuungs-Plätze, der Ort ist sicher. Doch SPD wie auch die anderen Fraktionen werfen van der Weck vor, dass alles viel zu langsam passiert. Die Kandidaten Christian Wilhelm (SPD),Andreas Janson (UWV) und Stefan Seiffert (CSU) haben ambitionierte Pläne. Auf Anhieb wird es keiner schaffen, spannend ist, wer in die Stichwahl kommt. Gemeinsame Themen: Gewerbeansiedlung, Wohnungen, Verkehrsentlastung. bb

Garching

Bezahlbarer Wohnraum sowie zunehmender Verkehr sind die bestimmenden Themen des Wahlkampfes in Garching. Hinzu kommen Kinderbetreuung, Natur- und Klimaschutz und die Geothermie. Dietmar Gruchmann (SPD) will seinen Sessel verteidigen gegen fünf weitere Kandidaten, die allesamt aus den Reihen des Stadtrats kommen: Norbert Fröhler (BfG), Jürgen Ascherl (CSU), Bastian Dombret (FDP), Dr. Hans-Peter Adolf (Grüne) und Harald Grünwald (UG). Gruchmann hat keine dicken Fehler gemacht, die ihm seine Gegner vorwerfen könnten. Einer seiner größten Erfolge ist, dass die Bebauung der Kommunikationszone nun in Schwung kommt. Sollte es zu einer Stichwahl kommen, wird sein Gegner wohl Jürgen Ascherl heißen. bb

Gräfelfing

Grasbrunn

„Fehler“ hat Amtsinhaber Klaus Korneder (SPD) auch in seiner zweiten Amtszeit keine gemacht. Die Finanzen haben sich weiter deutlich verbessert, beim Amtsantritt des Ex-Finanzbeamten hatte die Gemeinde Rücklagen von 600 000 Euro, Ende 2019 sind es 15 Millionen Euro. Dabei wurde vieles auf den Weg gebracht: mehr Kinderbetreuungsplätze, neues Gemeinde-Personal, der Radweg von Grasbrunn zum Sportpark, die Turnhalle ist geplant und der Kreisel Neukeferloh fertiggestellt. Gegen Korneder treten Detlef Wildenheim (CSU), Johannes Seitner (FW) und Max Walleitner (Grüne) an. Keiner der drei kann Korneder wirklich gefährlich werden, nur der Unmut zahlreicher Bürger, die sich gegen die Lkw-Flut und das Rasen wehren. bb

Grünwald

Zwei Herausforderer hat Grünwalds Bürgermeister Jan Neusiedl (CSU). Er sitzt seit 18 Jahren Jahren fest im Chefsessel des Rathauses – und das wird vermutlich so bleiben. Viele Grünwalder machten sich im vergangenen Jahr Sorgen, weil Neusiedl mehrere Monate im Krankenstand verbrachte. Was ihm fehlt, wollte man nicht an die Öffentlichkeit geben. Mittlerweile ist er genesen und wird sich als unangefochtener Favorit seinen Mitbewerbern stellen. Da ist zum einen Sandra Gutheil von der PBG, die in der Vergangenheit als Vorsitzende der Tennisfreunde Grünwald in Erscheinung trat. FDP-Kreisvorsitzender Michael Ritz wirft als dritter selbstbewusst seinen Hut in den Ring. Grüne und SPD hingegen verzichten auf eigene Bewerber. msc

Haar

Gleich mit drei Herausforderern bekommt es Bürgermeisterin Gabriele Müller (SPD) zu tun, alle haben einen Doktortitel – und keiner gehört bisher dem Gemeinderat an. Die CSU schickt Andreas Bukowski ins Rennen, die Grünen treten mit Ulrich Leiner an und die FDP mit Peter Siemsen. Wahlentscheidend wird sein, wie stark Bundestrends in Haar durchschlagen. Ist die Gemeinde am Stadtrand mit ihren 22 000 Einwohnern schon so anonym, dass die SPD massive Einbußen erleidet, oder funktioniert hier noch die solidarische „Haarer Familie“, die Gabriele Müller gern beschwört und die seit Jahrzehnten ihr Kreuzerl immer bei SPD-Kandidaten gemacht hat. Stärkster Herausforderer ist der 40-jährige Bukowski, trotz grünen Höhenflugs.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn

Egal, mit wem man derzeit im Ort spricht, jeder rätselt, welche Kandidaten in die Stichwahl kommen. Denn eine Stichwahl, da sind sich alle einig, wird es geben. Schließlich tritt die langjährige Bürgermeisterin Ursula Mayer (CSU) nicht mehr an – und gleich vier Kandidaten bewerben sich um die Nachfolge.Als größter Außenseiter wird bei vielen der doch relativ unbekannte Karsten Voges (Grüne) gehandelt, auch wenn seine Partei weiter im Aufwind ist. Mindy Konwitschny (SPD), derzeit Zweite Bürgermeisterin, ist gut vernetzt, ebenso die parteifreie UB-Kandidatin Andrea Hanisch. Deshalb kann sich auch CSU-Kandidat Roland Spingler nicht sicher sein, ausreichend Stimmen zu bekommen. sw

Hohenbrunn

Hohenbrunns Rathauschef Stefan Straßmair (CSU) hat derzeit zwei Mitbewerber ums Amt des Bürgermeisters. Genauso wie bei der vergangenen Kommunalwahl im Jahr 2012. Damals setzte er sich im ersten Wahlgang durch. So einfach wird es Straßmair dieses Mal wohl nicht haben. Denn zwei Frauen wollen seinen Posten: Anke Lunemann (Grüne) und Pauline Miller (Bürgerforum). Letztere dürfte es in eine mögliche Stichwahl schaffen. Und dann könnte es für Stefan Straßmair eine Zitterpartie werden, weil das Bürgerforum sehr vernetzt ist, die Freien Wähler auf seiner Seite hat und durch sehr engagierte Öffentlichkeitsarbeit auf sich aufmerksam macht. Ziel dürfte es sein, die ehemals starke CSU klein zu halten. wjr

Ismaning

Der Gemeinde Ismaning geht es gut wie nie zuvor, es wird an allen Ecken und Enden gebaut. Dennoch bleibt die finanzielle Lage der Kommune gut. Deshalb gibt es wenige Angriffspunkte gegen SPD-Bürgermeister Alexander Greulich, der es nach seinen ersten sechs Amtsjahren noch einmal wissen möchte. Im Gemeinderat haben die Ismaninger traditionell drei annähernd gleich große Fraktionen mit CSU, FWG und SPD. Die Frage ist, ob die Grünen durch den bundespolitischen Trend in die Phalanx einsteigen können. Und sollte Greulich, wie erwartet, wieder gewählt werden, geht es zwischen dem Ismaninger Max Kraus (FWG) und der Zugezogenen Annette Reiter-Schumann (CSU) darum, wer am Ende den Zweiten Bürgermeister stellen darf. nb

Kirchheim

Bei der Wahl 2014 gewann überraschend der junge Gemeinderat Maximilian Böltl gegen Stephan Keck (SPD) den Rathaussessel wieder für die Christsozialen zurück. Gemeinsam mit den Stimmen von ÖDP und FDP sowie seit drei Jahren auch derer der SPD konnte die CSU ihre Vorstellungen durchsetzen. Da die SPD keinen eigenen Bürgermeister-Kandidaten aufstellt und Böltl unterstützt, ist dessen Wiederwahl gesichert. Die Gegenkandidaten Wolfgang Heinz-Fischer (VFW) und Rüdiger Zwarg (Grüne) können daher nur um Achtungserfolge kämpfen. In der Bevölkerung herrscht die Überzeugung vor, dass sich seit Böltl etwas spürbar im Ort bewegt hat und steht hinter den Mammut-Projekten neue Ortsmitte 2030 sowie Landesgartenschau 2024. bb

Neubiberg

Vier Kandidaten kämpfen um die Nachfolge von Bürgermeister Günter Heyland (FW.N@U). Das Rennen scheint offen. Mit Thomas Pardeller (CSU), Kilian Körner (Grüne) und Reiner Höcherl (FW.N@U) werfen drei Gemeinderäte ihren Hut in den Ring. Auch SPD-Bewerberin Elisabeth Gerner ist als Ortsvorsitzende mit dem zähen Ringen vor allem beim Schwerpunkt Rathaus-Sanierung gut vertraut. Zum Zünglein an der Waage eines durchaus knapp zu erwartenden Wahlausgangs könnten ganze Gruppierungen mutieren. Während die Studenten-Vereinigung „USU“ sich frühzeitig für eine Unterstützung Pardellers ausgesprochen hat, unterstützt die Orts-FDP Reiner Höcherl. Ungewiss auch die Grünen-Rolle: König Körner oder Königsmacher? hh

Neuried

Oberhaching

In Oberhaching stellt sich der amtierende Bürgermeister Stefan Schelle (CSU) drei Herausforderern: Margit Markl (SPD) wirft zum zweiten Mal ihren Hut in den Ring, und auch Axel Schmidt (FDP) und Dirk Schneider (Freie Bürger) wollen die Wähler hinter sich versammeln. Schelle sitzt seit 18 Jahren im Chefsessel und kennt als geborener Oberhachinger die Gemeinde bis ins Detail. Markl ist ebenfalls in Oberhaching geboren, erfahren in der Kommunalpolitik, seit vielen Jahren Mitglied im Gemeinderat und in örtlichen Vereinen vernetzt. Sie hofft mit Themen wie erschwinglicher Wohnraum, Verkehrswende und Klimaschutz zu punkten. Schmidt ist vor allem die zu strikte Bausatzung ein Dorn im Auge. Zudem vermisst er derzeit im Rathaus einen „unternehmerischen Blick“. dv

Oberschleißheim

Dass Bürgermeister Christian Kuchlbauer (FW) keine Angst vor kontroversen Aufgaben hat und Kritik einstecken kann, hat er bewiesen. Viele streitbare Themen beherrschten das politische Geschehen. Da gab es zum einen den Bürgerentscheid zur Straßenunterführung an der B 471, den die Freien Wähler angestrengt und durchgesetzt haben. Oder die Bebauung in Mittenheim, die viel Kritik erntete. Kuchlbauers Kontrahenten heißen Ingrid Lindbüchl (Grüne), Harald Müller (SPD) und Casimir Katz (FDP). Auch die CSU hat mit Markus Böck noch einen Kandidaten aufgestellt, nachdem es lange Zeit so aussah, als ob die Christsozialen niemanden finden würden. Letztlich erwarten die Oberschleißheimer von ihrem Bürgermeister vor allemeins: dem Massenverkehr im Ort endlich ein Ende zu bereiten. an

Ottobrunn

Gemütlich ausruhen auf dem Amtssessel kann sich Bürgermeister Thomas Loderer (CSU) nicht. Zwar hat die CSU-Fraktion im Gemeinderat die Mehrheit, einer jedoch, Matthias Klebel, wechselte im November aus Unmut zur BVO-Fraktion. Loderer hat es bei seiner dritten Kandidatur nach 2007 gleich mit zwei Konkurrenten zu tun. Einen dritten gab es zeitweise auch noch: Bernhard Senft, der Kandidat der „Parteipiraten“, einer gemeinsamen Liste von Piraten und der Partei. Am Ende scheiterte die Kandidatur aber an zu wenig Unterstützerunterschriften. Aber mit Sabine Athen (SPD) und Tanja Campbell (Grüne) muss sich Loderer inhaltlich auseinandersetzen. Die Frage wird sein, wem am ehesten zugetraut wird, die anstehenden Projekte gut voranzubringen. msc

Planegg

Pullach

Satte 70 Prozent hat die Pullacher Grünen-Bürgermeisterin Susanna Tausendfreund vor fast sechs Jahren bei der Stichwahl gegen ihren Konkurrenten von der CSU, Andreas Most, eingefahren. Die Profi-Kommunalpolitikerin, die mit einem nicht ganz einfachen Gemeinderat zurechtkommen muss, in dem es keine fixen Mehrheiten gibt, will es noch einmal wissen. Sie stellt sich erneut zur Wahl, muss ihr Programm verteidigen gegen vier Herausforderer und Herausforderinnen. In der Isartalgemeinde haben diesmal alle im Kommunalplenum vertretenen Fraktionen eigene Kandidaten nominiert. Diese sind: Christine Eisenmann von der CSU, Michael Schönlein von der SPD, der FDP-Politiker Michael Reich und Reinhard Vennekold von der WiP. ak

Putzbrunn

In der Gemeinde Putzbrunn wird bei der anstehenden Kommunalwahl kein neuer Bürgermeister gewählt, da Amtsinhaber Edwin Klostermeier 2018 außerhalb des Kommunalwahl-Turnus im Amt bestätigt wurde. ja

Sauerlach

In Sauerlach bahnt sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Rathaus-Stuhl an. Der ist seit 2008 in Besitz der amtierenden Bürgermeisterin Barbara Bogner (UBV). Hubert Zellner (CSU), der Bauamtsleiter der Gemeinde, will ihn Bogner jetzt streitig machen. Freut sich da am Ende der lachende Dritte? Denn mit Professorin . Ursula Gresser schickt auch die FDP eine Kandidatin ins Rennen. Eine Partei, die nicht im aktuellen Gemeinderat vertreten ist. Nach zehnjähriger Abstinenz in Sauerlach gründete sich 2015 erst die Ortsgruppe. Derzeit liegt die UBV mit acht Sitzen (plus Bogner) vor der CSU (7), den Grünen (3) und der SPD (2). Eine Verjüngung und Erneuerung des 21-köpfigen Gremiums kündigt sich durch die bereits aufgestellten Ratskandidaten der Parteien an. kko

Schäftlarn

Nachdem Amtsinhaber Matthias Rudorfer(CSU) nicht mehr antritt, hat Schäftlarn die Wahl zwischen drei Bürgermeisterkandidaten: Zunächst einmal CSU-Kandidat Christian Fürst (43), der seit 18 Jahren für seine Fraktion im Gemeinderat sitzt und schon so manche schwierige Entscheidung mitgetragen hat. Der zweite im Bunde ist Umweltingenieur Marcel Tonnar (49), der als Parteiloser für die Grünen antritt. Für ihn ist, ebenso wie für Bauingenieurin und Kandidatin der Gemeindeunion (GU), Christine Keller (44), das politische Bankett Neuland. Doch es gibt auch Gemeinsamkeiten: Alle drei engagieren sich in Vereinen und haben als Ziel, das Gespräch mit dem Bürger zu suchen, um ihn bei Entscheidungen besser einbeziehen zu können. sh

Straßlach-Dingharting

Hans Sienerth, der parteifreie Bürgermeister von Straßlach-Dingharting, sitzt seit 2008 im Chefsessel des Rathauses – und kann sich dort in Anbetracht der kommenden Kommunalwahl auch durchaus entspannt zurücklehnen. Denn wie schon 2014 hat sich in der kleinteiligen Kommune – mit immerhin sechs unabhängigen Wählergruppen und Parteien – im Gemeinderat niemand gefunden, der ihn herausfordern wollte, ein weiteres Mal hat er also keinen Gegenkandidaten. Vor sechs Jahren war er daraufhin mit beachtlichen 90,4 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt worden. Entsprechend gut gelaunt hat er zuletzt die Bürgerversammlung geleitet und den Doppelgeburtstag seiner Wahlheimat gefeiert und zum Neujahrsempfang eingeladen. ak

Taufkirchen

Fünf Kandidaten wollen Bürgermeister oder Bürgermeisterin werden: Die CSU schickt erneut den parteifreien Amtsinhaber Ullrich Sander (55) ins Rennen. Nach seinem umstrittenen Vorgänger Jörg Pötke ist es mit ihm wieder ruhiger im Rathaus geworden. Die SPD hat mit Matteo Dolce (30) einen recht jungen, besonnnen agierenden Kandidaten gewählt. In Sachen Bekanntheitsgrad hat er jedoch noch einiges zu tun. Gleiches gilt für den engagierten Kandidaten der Grünen, David Grothe (33). Für die FDP geht deren Vorsitzende Maike Vatheuer-Seele (47) ins Rennen. Sie saß bisher nicht im Gemeinderat. Als Letzter hat Michael Lilienthal (65) von den Freien Wählern, der schon einmal angetreten war, seinen Hut in den Ring geworfen. do

Unterföhring

Sechs Jahre lang hat Andreas Kemmelmeyer das Rad gedreht und ein Projekt nach dem anderen ins Laufen gebracht. Obwohl er mit seiner PWU keine Mehrheit im Gemeinderat hat. Der 53-Jährige steht für eine pragmatische Politik. Fraglich ist, ob er auf Anhieb mehr als 50 Prozent bekommt oder in die Stichwahl muss. Seine Herausforderer sind allesamt Fraktionschefs. Schreinermeister Manfred Axenbeck (CSU) gehört dem Gemeinderat seit 30 Jahren an, ebenso wie Johannes Mecke (Grüne). Nur der junge SPD-Kandidat Philipp Schwarz, ist ein Neuling, doch als Sohn des früheren Bürgermeisters trotzdem vielen Unterföhringern bekannt. Neu und ein Außenseiter auf der politischen Bühne ist der Bewerber der FDP, Raphael Gutmann. icb

Unterhaching

Ein Kandidatenquartett buhlt um den Chefsessel im Unterhachinger Rathaus. Nach zwei Amtsperioden geht Wolfgang Panzer (SPD), seit zwölf Jahren Bürgermeister, als Favorit ins Rennen. Musste er 2008 noch in die Stichwahl, so setzte sich Panzer 2014 gleich im ersten Wahlgang mit knapp 53 Prozent durch. Die Kernfrage scheint somit auch diesmal wieder zu sein: Stichwahl oder nicht? Die CSU bietet mit Renate Fichtinger eine politische Neueinsteigerin auf, die FDP mit Peter Hupfauer ein langjähriges Mitglied des Gemeinderats. Von der globalen Klimadiskussion könnte Armin Konetschny (Grüne) profitieren, der von 1990 bis 1996 schon mal im Gemeinderat saß. Die Freien Wähler stellen heuer keinen Kandidaten. mbe

Unterschleißheim

Stets um Sachlichkeit bemüht und professionell, so erlebt man Amtsinhaber Christoph Böck (SPD) in Unterschleißheim. Der Rathauschef hat mit den Plänen für die urbane Stadtmitte und das Wohnviertel am Business Campus noch zwei Meilensteine gesetzt und die Bürger an der Planung beteiligt. Das wertet seine Bilanz auf. Seine Herausforderer hoffen, dass er nicht schon den ersten Urnengang für sich entscheidet. Vor allem der als Kümmerer bekannte Zweite Bürgermeister Stefan Krimmer (CSU) geht mit aller Kraft auf Stimmenfang. Neuling Tino Schlagintweit (Grüne) setzt ganz auf Klima- und Naturschutz, und auch der meinungsstarke Architekt Martin Reichart (Freie Bürger), der sich seit 16 Jahren im Stadtrat engagiert arbeitet, will punkten. icb

(Kontakt zu den Redaktionen des Münchner Merkur im Landkreis München: lk-sued@merkur.de; lk-nord@merkur.de oder lk-wuermtal@merkur.de)

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