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Miteinander – Füreinander (v.l.): Der Vorstand der neuen Gruppierung besteht aus Dr. Jürgen Sklarek, Stephanie und Markus Pahl. Michael Malich ist neu dabei.

Gekürt

Kommunalwahl 2020 in Gauting: Jürgen Sklarek will Bürgermeister werden

Kommunalwahl 2020 in Gauting: Jürgen Sklarek will für die Gruppierung „Miteinander Füreinander“  (MIFÜ 82131) Bürgermeister werden.

Buchendorf– „Miteinander Füreinander“ ist der Slogan der neuen Gruppierung von Vize-Bürgermeister Dr. Jürgen Sklarek und Gemeinderätin Stephanie Pahl. Deshalb tourt „MIFÜ 82131“ für die Bürger „aller Generationen“ auch durch alle Ortsteile Gautings. Die konstituierende Sitzung der Gruppierung ging am Mittwochabend im Buchendorfer Gasthaus Haller über die Bühne. Einstimmig wurden Dr. Jürgen Sklarek zum Vorsitzenden, Stephanie Pahl zur Stellvertreterin und ihr Ehemann Marcus Pahl zum Schatzmeister gekürt.

Die Wählergruppe MIFÜ 82131 wolle bei der Kommunalwahl im März 2020 mit einer eigenen Liste und ihm als Bürgermeisterkandidat antreten, erläuterte MIFÜ-Chef Sklarek sein Ziel. Die Zeit drängt: Bis spätestens Anfang Oktober sollten die Wahllisten mit mindestens zehn Kandidaten stehen. Bei der letzten Kommunalwahl 2014 waren Erzieherin Pahl und Mediziner Sklarek (60) noch auf der SPD-Liste angetreten. Differenzen mit dem Ortsverband, etwa zum Bürgerbegehren Neubebauung des Grundschul-Areals beim Bahnhof, hatten zum Parteiaustritt geführt (wir berichteten).

„Wir haben andere Ziele“, erläuterte Sklarek den zehn versammelten Bürgern in Buchendorf. Angesichts des Siedlungsdrucks könne man Gauting nicht als „Kultur- und Gartenstadt unter einer Käseglocke konservieren“. Auch die junge Generation benötige bezahlbaren Wohnraum. Leider sei der jetzige Gemeinderat „sehr CSU-lastig“. Sklarek bedauerte den scharfen Ton von Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger (CSU). „Sie toleriert keine Widersprüche“ und bügele andere politische Haltungen nieder.

Er wolle die Bürger aus allen Ortsteilen und allen Generationen „ins Boot holen“ und sie regelmäßig zu aktuellen Problemen einladen, sagte Sklarek. Auf dem AOA-Gelände im Neubaugebiet des Plans 100 favorisiert MIFÜ geräuscharmes, sofort realisierbares, nichtproduzierendes Gewerbe. Die Gewerbe-Entwicklung sei dringlich, so der designierte Bürgermeisterkandidat. Damit der geplante Asto-Eco-Park im Unterbrunner Holz zügig realisiert wird, sollte die Rathausspitze dem Nachbarort Gilching ein abgespecktes Vertragsangebot machen: mit nur einem Gewerbe-Kreisel im Grünen.

„Seit zehn Jahren haben wir keinen Verkehrsplan in Gauting“, wetterte der Buchendorfer Peter Telle. Die Gemeinde müsse erst ihre Verkehrsprobleme lösen, bevor sie den „zweiten Klotz“ mit Edeka- und Drogeriemarkt an den Bahnhof stelle oder Gewerbe entwickle. Der 21 000-Einwohner-Gemeinde fehle „eine vorausschauende“ Zukunftsplanung, sagte MIFÜ-Neumitglied Michael Malich. „Es geht um unsere Kinder“, betonte Billa Bäumert. Für ein Miteinander müssten Läden wie das „Ratzefummel“ für Schulkinder oder der zentrale Sofort-Edeka für Senioren erhalten bleiben.  cc

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