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Parteiloser Knape soll Gautinger Bürgermeister werden - für die Grünen

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Die Gautinger Grünen stehen geschlossen hinter ihrem Bürgermeisterkandidaten Hans Wilhelm Knape (Mitte). © Andrea Jaksch

Er soll kein Verwalter, sondern ein Veränderer sein: Mit dem parteilosen Hans Wilhelm Knape wollen die Gautinger Grünen den Chefsessel im Rathaus der Würmtalgemeinde erobern.

Gauting – Mit dem parteilosen Hans Wilhelm Knape wollen die Gautinger Grünen den Chefsessel im Rathaus der Würmtalgemeinde erobern. Die Mitgliederversammlung hat den 59-jährigen Diplomingenieur einstimmig zu ihrem Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahen im kommenden Frühjahr gekürt.

„Wir haben uns die Entscheidung im Ortsvorstand nicht leicht gemacht“, betonte dessen Sprecher Professor Jürgen Schade. Auf Wunsch von Knape – er war vor einem Jahr für die SPD in den Gautinger Gemeinderat nachgerückt – habe der Ortsvorstand der Grünen auch Gespräche mit der Gautinger SPD geführt. Danach sei klar gewesen: Hans Wilhelm Knape sei auch deren Kandidat für die Kommunalwahl 2020.

„Mit vier GemeinderätInnen sind wir nach der CSU die stärkste Kraft in Gauting und die einzige Alternative am Ort“, sagte Schade in der Aufstellungsversammlung. Auch im Kreistag seien die Grünen die zweitstärkste Kraft, ergänzte Kreissprecher Bernd Pfitzner. Deshalb sei es an der Zeit, dass die Grünen auch einen eigenen Rathauschef durchsetzten. „Wir brauchen zahlbaren Wohnraum und keine neuen Gewerbegebiete“, zeigte Pfitzner die Marschroute auf.

„Vorsicht! Kinder, Kröten, Kilowatt.“

„Mit meinen Mitstreitern Anne Franke aus Stockdorf und dem Andechser Walter Kellner habe ich mich für die Energiewende eingesetzt“, erläuterte Knape seine Motivation für die Kommunalpolitik. Als Vater von vier Kindern und neunfacher Großpapa „liegt mir eine enkeltaugliche Zukunft sehr am Herzen“. Wie er bereit sei, die Energiewende auch vor der eigenen Haustür umzusetzen, beweise das Schild, das vor seinem Haus im Gautinger Ortsteil Hausen stehe: „Vorsicht! Kinder, Kröten, Kilowatt.“

Dass ihn der Gautinger Grünen-Vorstand nominiert hat, „erfüllt mich mit Stolz“, sagte der parteilose Gemeinderat der zweiköpfigen Gruppierung „Soziale Ökologen.“ Dieser Name stehe „für die zwei Herzen in meiner Brust“, sagte Knape. Er engagiere sich einerseits für die kreisweite Energiewende bis 2035, andererseits auch für Soziales. Mit seiner Frau, der Hebamme Sabine Knape, betreibe er Carsharing, sagte er. Vor zehn Jahren habe er im Gautinger Weiler Hausen das erste Plus-Energiehaus mit Kita-Raum gebaut. Über den Energiewendeverein begeistere er die Menschen für die Umkehr.

Knape bringe fachliche und menschliche Kompetenz mit

Als Ingenieur, der einst in der Industrie Karriere gemacht habe, habe er „Prozesse optimiert, große Teams geführt und hohe Budgets verwaltet“. Deshalb bringe er auch die „fachliche und menschliche Kompetenz“ für die Arbeit eines Rathauschefs mit, erklärte der 59-Jährige. In Gauting würden leider „ganze Waldgebiete dem Altar Steuereinnahmen geopfert“, kritisierte Knape: „Unser Verkehr wird unerträglich.“ Zum Anpacken dieser Probleme brauche die Gemeinde „keinen Verwalter, sondern einen Veränderer“. Die nächste Kommunalwahl werde „eine Richtungswahl“, zwischen „Ausbau der Wirtschaft und alles Zubetonieren“ und „Nachhaltigkeit mit mehr Bürgerengagement“.

Als harmoniebedürftiger Mensch stehe er für eine pragmatische Politik, die den Ort nicht spalte. „Es wäre mir eine große Ehre, diese Ziele für unsere Gemeinschaft umzusetzen“, erklärte der Kandidat unter Applaus.

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Christine Cless-Wesle

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