Der Vorsitzende und sein Team: Welf Probst (M.) zusammen mit (v.l.) Simon Probst, Rudi Sell, Maria Schägger, Ulrich Poettinger, Dr. Julia Stewens, Roger Zietz und Hubert Zach auf dem Georgihof oberhalb des Mooses.
+
Der Vorsitzende und sein Team: Welf Probst (M.) zusammen mit (v.l.) Simon Probst, Rudi Sell, Maria Schägger, Ulrich Poettinger, Dr. Julia Stewens, Roger Zietz und Hubert Zach auf dem Georgihof oberhalb des Mooses.

Kommunalwahlen 2020

Der Chefkritiker greift an: Welf Probst will Bürgermeister werden

Der Wettbewerb um das Bürgermeisteramt in Murnau gewinnt an Fahrt: Welf Probst (Freie Wähler) hat am Donnerstag bekannt gegeben, dass er kandidieren möchte. Damit ist er nach Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) und dem parteilosen Rudolf Utzschneider, der für die CSU antreten will, der dritte Aspirant.

  • Welf Probst, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, kandidiert bei der Kommunalwahl 2020 in Murnau als Bürgermeister.
  • Probst gilt als Chefkritiker des Murnauer Bürgermeisters Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum).
  • Nach seinen Worten ist in den vergangenen Jahren in Murnau viel liegen geblieben.

Murnau – Er gilt als der Chefkritiker des Murnauer Bürgermeisters Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum). Welf Probst, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, ist in den vergangenen Jahren des Öfteren mit dem Rathauschef aneinandergeraten. Beim Pressetermin am Donnerstagnachmittag auf dem Georgi-Hof von Ulrich Poettinger hat der 50-Jährige nun bekannt gegeben, dass er sich um den Spitzenposten im Rathaus bewerben will. Im Rahmen der Aufstellungsversammlung im November wollen die Freien den Raumausstattermeister offiziell auf den Schild heben. Probst war bereits 2008 angetreten. Damals erreichte er bei der Bürgermeisterwahl 14,66 Prozent.

Kommunalwahl 2020: Welche Aufgaben hat der Bürgermeister?

Kommunalwahl 2020: Welche Aufgaben hat der Bürgermeister?

Kommunalwahl 2020 in Murnau: Welf Probst gibt Pläne bekannt

„Mehr Sachlichkeit, weniger Emotionen“ – das wünscht sich Probst für die nächste Legislaturperiode im Marktgemeinderat. „Die Transparenz ist auch nicht immer so wie gewünscht. Mir liegt es am Herzen, dass man alle mitnimmt.“ Niemand solle allein gelassen werden.

Vieles ist seinen Worten nach liegen geblieben in den vergangenen Jahren. Als Beispiel nennt er das neue Domizil der Freiwilligen Feuerwehr Murnau. Auch mit der geplanten Umgehungsstraße ging wenig vorwärts. Probst befürchtet, dass irgendwann die Gelder für dieses Großprojekt nicht mehr vorhanden sind. „Es wäre fatal, diese Chance verstreichen zu lassen.“ Apropos Verkehr: Probst spricht sich dafür aus, dass das Murnauer Zentrum erreichbar bleiben muss. Alle auszusperren, hält er für den falschen Weg. Eine Verlängerung der Fußgängerzone findet er „nicht sinnvoll“. 

Alle Kandidaten im Überblick

Nicht richtig überzeugt ist Probst, der verheiratet ist, zwei Söhne hat (16 und 19 Jahre) und bei den Schäfflern als Reifenschwinger mitwirkt, von dem geplanten Bauprojekt am James-Loeb-Haus. „Ich halte das Grundstück für nicht sehr geeignet dafür.“ In Sachen Wohnraum fordert Probst eine Bedarfsanalyse. „Es fehlen belastbare Zahlen.“

Einen Wirtschaftsförderer hält der Kommunalpolitiker, der seit 20 Jahren Vorsitzender der Freien Wähler Murnau ist, übrigens für verzichtbar. „Das kann ein Bürgermeister leisten, muss er leisten.“ Was war Beutings größter Fehler? Diese Frage will Probst, der seit 2002 im Gemeinderat und seit 2008 im Kreistag sitzt, nicht beantworten. Er wolle lieber „in die Zukunft schauen. Das bringt mehr“.

Zuletzt hatte Rudolf Utzschneider (parteifrei) verkündet, dass er für die Murnauer CSU als Bürgermeisterkandidat antreten möchte. Auch bei ihm steht die offizielle Kür noch aus. 

Roland Lory

Auch interessant: CSU-Fraktionschefin Samm will James-Loeb-Areal als „Notgroschen“

Auch interessant

Kommentare