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Andreas Lechermann kandidiert

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Jetzt ist es amtlich: Andreas Lechermann (Mitte) kandidiert für Weßlings CSU. Christina Mörtl-Diemer und Günther Schöpp gratulierten.
Jetzt ist es amtlich: Andreas Lechermann (Mitte) kandidiert für Weßlings CSU. Christina Mörtl-Diemer und Günther Schöpp gratulierten. © Stefan Schuhbauer-von Jena

Andreas Lechermann ist der Bürgermeisterkandidat der Weßlinger CSU. Er will bei der Kommunalwahl 2020 Nachfolger von Bürgermeister Michael Muther werden.

Weßling – Es war ein offenes Geheimnis, jetzt ist es gelüftet: Andreas Lechermann ist der Bürgermeisterkandidat der Weßlinger CSU. Damit ist der 33-Jährige der vierte Mann, der sich um die Nachfolge von Bürgermeister Michael Muther bewirbt, der 2020 nicht mehr antritt.

Am Donnerstagabend gab sich Lechermann vor den rund 40 Besuchern im Café am See selbstbewusst: „Ich trete an, um die Wahl zu gewinnen“, sagte er. Parteifreund und Landratskandidat Stefan Frey lobte den Oberpfaffenhofener als guten Mitstreiter im Kreisverband, der „anpackt und umsetzt“. Einen Wesenszug, den der Gas- und Wasserinstallateur mit „regieren statt reagieren“ überschrieb. Als Handwerker erkenne er, wo der Schuh drückt, und wisse, dass Änderungen „bodenständige Maßnahmen“ verlangten, umgesetzt mit „Energie und Gemeinschaftssinn im Team“.

Kommunalwahl 2020: Welche Aufgaben hat der Bürgermeister?

Seit sechs Jahren sitzt Lechermann im Gemeinderat sowie im Kreistag. Obenauf engagiert er sich als Gauschützenmeister, ist in der Landjugend und in der Kirchenverwaltung aktiv und vielen Weßlingern als Mitorganisator örtlicher Feste bekannt. „Andreas Lechermann ist ein Teamchef, der aufräumt, Ideen entwickelt und für seine Heimat brennt“, warb Ortsvorsitzende Christina Mörtl-Diemer für ihn.

Lechermann forderte in seiner Rede Reformen. „Ich möchte die Gemeindeverwaltung als Dienstleister für Bürger und Gewerbe ausrichten“, versprach er und führte längere Öffnungszeiten und mehr Informationen auf der Internetseite als Beispiele an. Auch Transparenz sei ihm wichtig. „Die Entscheidungen müssen raus aus dem Hinterzimmer.“ Ihm liege daran, die Bürger zu informieren und einzubinden. Etwa in einem Arbeitskreis zum Thema Nachhaltigkeit, in dem alle mitwirken könnten.

Mit Fotovoltaikanlagen auf ihren Liegenschaften solle die Gemeinde mit gutem Beispiel vorangehen. „Die Zeit des Handelns“ ist für den Mittleren von drei Geschwistern für die Bautätigkeiten in der Gemeinde gekommen. Bebauungspläne sollen die mögliche Nutzung der Grundstücke eindeutig regeln, die Bausatzung solle überarbeitet und neu definiert werden.

Bürgern, die sich den teuren Boden nicht leisten können, wolle er mit Genossenschaftsbauten die Chance auf Eigentum geben, kündigte Lechermann an. Außerdem denkt er an Wohnungen für Verwaltungspersonal und Beschäftigte in Kindergärten und Tagesstätten. „Reden“ wiederum ist für ihn das Zauberwort, um den von der Bahn seit Jahren hinausgezögerten barrierefreien Ausbau des Bahnhofs voranzubringen. Und zwar in Gesprächen auf höchster Ebene. Ebenso energisch will er den Rückbau der Hauptstraße angehen.

Das alles traue er sich zu. „Ich kann ein guter Bürgermeister für unsere Gemeinde werden. Lassen Sie es mich unter Beweis stellen“, bat er die Gäste, woraufhin die Wahlberechtigten ihm mit 24 Ja- und einer ungültigen Stimme ihr Vertrauen aussprachen. Neben Lechermann sind auch Sebastian Grünwald (Grüne) und Klaus Ebbinghaus (SPD und Freie) bereits als Bürgermeisterkandidaten nominiert.

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VON MICHÈLE KIRNER

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