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Der Moment, den alle herbeisehnen: Die Wahlurnen werden geleert.

Finales Votum am 29. März

Die Stunde der Herausforderer: In drei Orten geht‘s in die Stichwahl

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  • Christian Fellner
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  • Ludwig Hutter
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  • Peter Reinbold
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  • Andreas Seiler
    Andreas Seiler

Die Herausforderer haben in Garmisch-Partenkirchen, Murnau und Mittenwald die Amtsinhaber in die Stichwahl gezwungen. Die Duelle heißen Koch gegen Meierhofer, Zoepf gegen Beuting und Corongiu gegen Hornsteiner.

 Garmisch-Partenkirchen

Im Rathaus von Garmisch-Partenkirchen deutet alles auf einen Machtwechsel hin. Zwar muss Herausforderin Elisabeth Koch (CSU) in die Stichwahl gegen Amtsinhaberin Elisabeth

Widersacherinnen: Elisabeth Koch (li.) und Amtsinhaberin Dr. Sigrid Meierhofer.

Koch(CSU), doch sind die Rollen klar verteilt. Koch ist die Favoritin, Meierhofer die Außenseiterin. Zu deutlich ist das Ergebnis ausgefallen. Koch kam gestern auf 44,71 Prozent, Meierhofer lediglich auf 21,75 Prozent. „Ich hatte das Ergebnis nicht in dieser Deutlichkeit erwartet“, sagt Koch, die sich mehr innerlich freute. Meierhofer will allerdings nicht aufgeben. „In der Stichwahl werden die Karten neu gemischt.“

 Murnau

Der Kampf um das Murnauer Rathaus wird am 29. März fortgesetzt: Amtsinhaber Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) trifft dann in der Stichwahl auf Phillip Zoepf (Mehr Bewegen) – ein Duell, mit dem viele gerechnet hatten. Beuting zieht als Favorit ins Rennen: Er gewinnt den ersten Wahlgang haushoch mit 41,46 Prozent. Zoepf, der nun hofft, konservative Wähler für sich gewinnen zu können, kommt dagegen nur auf 19,03 Prozent. Die weiteren drei Bewerber um den Chefsessel im Rathaus sind deutlich abgeschlagen: Rudolf Utzschneider, der als Parteifreier für die CSU angetreten war, kommt auf 16,64 Prozent, Welf Probst (Freie Wähler) auf 13,58 Prozent und Veronika Jones (Bündnis 90/Die Grünen) auf 9,29 Prozent.

Mittenwald

Mit dieser Konstellation hatten die wenigsten gerechnet: Der bislang souveräne Amtsinhaber Adolf Hornsteiner (CSU), der es auf lediglich 45,7 Prozent brachte, muss in die Stichwahl – gegen den Roten Enrico Corongiu. Der Strahlemann der ehemals darbenden SPD fuhr mit 31,0 Prozent einen Achtungserfolg ein. Überhaupt zeigt die Denkzettel-Wahl vom Sonntag, dass das Protestpotenzial nicht zu unterschätzen sein sollte – zumindest für den angeschlagenen Rathauschef.

Oberammergau

Der Nachfolger von Arno Nunn in Oberammergau, der nach zwei Perioden aufhört, heißt Andreas Rödl. Der 34-jährige CSU-Kandidat boxte mit 54,8 zu 45,2 Prozent seinen Mitbewerber Ludwig Utschneider von der Parteilosen Wählergemeinschaft aus dem Ring. Das war im Vorfeld nicht unbedingt zu erwarten. Doch zwei Wählergruppierungen – die Bunte Liste und „Mit Augenmaß“ – sprachen sich für Rödl als Bürgermeister aus. Dessen Wahl bescherte übrigens seiner CSU im Gemeinderat einen Zuwachs von drei auf fünf Mandaten.

Landkreis

Traumergebnis für Anton Speer (Freie Wähler): Der amtierende Landrat landet einen Kantersieg. Der 61-Jährige erhält 78,74 Prozent und lässt den Herausforderern Florian Lempert (CSU) und André Göllrich (FDP) keine Chance. „Irgendwie im ersten Durchgang durchkommen, damit wäre ich schon zufrieden gewesen“, betonte Speer am Wahlabend. „Aber ich hätte niemals gedacht, dass ich ein solches Ergebnis schaffe. Ich sehe das schon als Lohn für unsere gute, gemeinsame Arbeit hier im Landkreis.“ Göllrich und Lempert, die den Siegeszug von Speer hautnah im Foyer des Landratsamtes miterlebten, gaben sich als faire Verlierer. Göllrich: „Ich wünsche Toni Speer die Zeit und die Kraft, um in dieser schwierigen Situation die richtigen Entscheidungen zu treffen.

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