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Landratswahl: Niedergesäß kann ganz entspannt sein

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Von: Michael Acker

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Michael Acker, Redaktionsleiter der Ebersberger Zeitung.
Michael Acker, Redaktionsleiter der Ebersberger Zeitung. © SRO

Landratswahl 2020 in Ebersberg: Amtsinhaber Robert Niedergesäß kann dem Termin im März ganz gelassen entgegen sehen. Ein ernsthafter Gegner ist nicht in Sicht.

Robert Niedergesäß wird sich ungern erinnern: Es war ein Herzschlagfinale, das ihm 2013 das Amt des Landrats bescherte. Um ein Haar wäre der SPD mit ihrem damaligen Kandidaten Ernst Böhm die Sensation gelungen.

Im nächsten Jahr stellt sich Niedergesäß bei der Kommunalwahl zur Wiederwahl. Er kann ganz entspannt sein. Ein Herzschlagfinale wird ihm erspart bleiben. Weit und breit ist kein Kandidat in Sicht, der dem Vaterstettener auch nur annähernd gefährlich werden könnte.

Über Parteigrenzen hinaus anerkannt

Niedergesäß ist über die Parteigrenzen hinaus anerkannt. Sogar die Grünen loben seinen Politikstil hinter vorgehaltener Hand. Er übt seine Amtsgeschäfte unaufgeregt, aber effizient aus, die Verwaltung hat er im Griff. Und, das wohl Wichtigste: Er gibt seinen Kontrahenten stets das Gefühl, dass sie in Entscheidungsprozesse eingebunden sind, dass sie mitreden können.

Verhaltene Kritik am Sparkassendeal

Diese Vorgehensweise erklärt zum Beispiel die eher verhaltene Kritik der Opposition an Niedergesäß’ Sparkassendeal, der überhastet war und der den Steuerzahl noch viel Geld kosten könnte. Der Landrat war treibende Kraft beim Kauf des alten Gebäudes, das sich wegen enormen Sanierungsaufwands als viel teurer entpuppte als gedacht.

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Einem anderen Landrat wäre der Deal tonnenschwer auf die Füße gefallen, Niedergesäß musste nur mit ein paar Anfragen von SPD und Grünen leben. Ernsthaft in Bedrängnis brachten sie ihn nicht.

Eine weitere Amtszeit ist Niedergesäß nicht zu nehmen. Dennoch ist zu hoffen, dass die anderen Parteien Alternativen anbieten werden – schon aus Respekt vor der Demokratie.

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