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In München wurde ein gefälschtes CSU-Wahlplakat entdeckt.

„Flüchtlinge bleiben, Radler vertreiben“

Kommunalwahl in München: Gefälschte CSU-Wahlplakate entdeckt - Reaktion der Partei überrascht

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Neuer Ärger um die CSU-Wahlplakate bei der Kommunalwahl München - die Partei muss jetzt stadtweit gefälschte Plakate suchen und ersetzen.

  • Vor der Kommunalwahl München 2020 sorgt wieder ein CSU-Wahlplakat für Aufregung.
  • „Flüchtlinge bleiben, Radler vertreiben“ lautet die Parole darauf.
  • Ein CSU-Parteisprecher hat Stellung zu dem Plakat genommen.

München - Und schon wieder gibt es Ärger um ein CSU-Wahlplakat – diesmal aber wegen einer Fälschung. Zu lesen ist darauf der bekannte Slogan: „Ich bin zwar kein Rad, aber für viele der einzige Weg.“ Aber statt des ursprünglichen Piktogramms eines Autos ist ein Rettungsboot zu sehen. Und der Spruch: „Flüchtlinge bleiben, Radler vertreiben.“ Und: „Wieder menschlich werden.“

Kommunalwahl München 2020: Twitter-Nutzer lacht über CSU

Ein Twitter-Nutzer hat das Plakat im Westend entdeckt. In den Kommentaren unter dem Bild sind weitere manipulierte Plakate zu sehen. Ein User meint scherzhaft, dass man bei der CSU gar nicht mehr in der Lage sei, zwischen Satire und Wahlkampf zu unterscheiden.

Das Plakat stammt freilich nicht von der CSU, ein Parteisprecher sagte auf Anfrage unserer Zeitung, es habe sich jemand sehr viel Mühe bei der Kopie gegeben. Meist seien heruntergerissene oder beschmierte Plakate das Ärgernis, keine Fälschungen. „Aber natürlich ist das auch Vandalismus, eine Anzeige gegen Unbekannt bringt am Ende aber nichts. Und es ist müßig, zu diskutieren, wer dafür verantwortlich ist.“ Man werde die Plakate ausfindig machen und ersetzen.

Wahlplakate-Ärger: „Offenbar gibt es einen großen Fan ...“

Mit Plakaten gibt es in jedem Wahlkampf Ärger. In Moosach hatte während des Landtagswahlkampfes ein Unbekannter etwa gleich zwei Dutzend Plakate entfernt, auf denen für eine Veranstaltung mit Markus Söder (CSU) geworben wurde. Der nahm es mit dem Humor. Bei seiner Rede im Bierzelt frotzelte Söder, er sei glücklich über die Einladung zu der Veranstaltung, von deren Stattfinden ja beinahe niemand mehr erfahren hätte. „Wie ich gehört habe, gibt es offenbar einen großen Fan, der 25 Plakate von mir geklaut hat. Sollte er jetzt zusehen, soll er sich melden, ich signiere ihm die nachher auch gerne.“  

Sascha Karowski

Mehr zum Thema im Video: Wie geht eigentlich Kommunalpolitik?

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