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Testen die Politiker: (v. li.) Kai Zosseder, Etienne Denk, Daniel Überall, Jürgen Müller und Patrick Gruban. 

Kommunalwahl am 15. März

Umweltschützer stellen speziellen Wahl-O-Mat für München vor: „Es braucht drastische Maßnahmen“

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Umweltaktivisten haben für die Kommunalwahl 2020 in München einen speziellen Wahl-O-Mat entwickelt. Er stellt die Parteien auf den Prüfstand.

  • Kommunalwahl 2020: Am 15. März wird auch in München gewählt.
  • Umweltschützer haben nun einen speziellen Wahl-O-Mat vorgestellt.
  • Die entsprechende Website steckt noch in den Kinderschuhen.

München - Seit mehr als einem Jahr streiken auch Münchens Schüler freitags für die Umwelt. Ihre Forderungen haben die Kämpfer von Fridays for Future (FFF) klar formuliert – in 32 Punkten. Stellt sich die Frage: Wie stehen die Münchner Parteien zu den jeweiligen Forderungen? Anlässlich der Kommunalwahl am 15. März soll das nun ein von Umweltaktivisten entwickelter Wahl-O-Mat klären. Zu finden ist er im Internet auf der Seite www.klimawahl2020.de.

„Es braucht drastische Maßnahmen, wenn wir die Klimaschutzziele von Paris noch einhalten wollen“, sagt Daniel Überall, der Initiator der Organisation „München muss handeln“. Große Ziele fangen im Kleinen an – bei der Kommunalpolitik. Der Klima-Wahlhelfer bietet den Aktivisten zufolge eine einfache Übersicht darüber, was die einzelnen Münchner Parteien für die Umwelt tun wollen.

Kommunalwahl München 2020: Umweltschützer stellen speziellen Wahl-O-Mat vor

Dort werden alle 32 Forderungen der Fridays-for-Future-Aktivisten mit dem Programm der jeweiligen Partei abgeglichen. Wird der Forderung entsprochen, gibt es einen Punkt, decken sich die Interessen zum Teil, gibt es einen halben Punkt. Keinerlei Übereinstimmung bedeutet keinen Punkt.

Neben den Parteien kann man sich auch ansehen, wie die einzelnen Kandidaten zu den Forderungen stehen. Allerdings ist die Punktezahl der Politiker im Moment noch an die der Partei gekoppelt. „Das kann sich aber noch ändern“, erklärt Jürgen Müller von „München muss handeln“. „Die Kandidaten können sich bei uns melden und ein öffentliches Statement zu einzelnen Punkten abgeben.“

„Hauptsache die Parteien betreiben effektiven Klimaschutz“

Die Website steckt generell noch in den Kinderschuhen. Aufgelistet sind bisher neun Parteien, aber bei CSU und FDP fehlt die Auswertung noch. Die Liste soll zudem noch durch weitere Parteien ergänzt werden – sobald alle zur Wahl antretenden Parteien feststehen. Jede neue Partei muss bis zum 3. Februar 1.000 Unterschriften vorlegen, um teilnehmen zu dürfen. 

„Letzten Endes ist es uns egal, wer regiert, Hauptsache die Parteien betreiben effektiven Klimaschutz“, sagt Etienne Denk, Aktivist von Fridays for Future. „Dafür werden wir am 13. März, direkt vor der Kommunalwahl, noch einmal einen großen Streik veranstalten.“ 

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