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Felix Tshisekedi gewinnt Präsidentschaftswahl.

Machtwechsel nach 18 Jahren

Kongo: Oppositionskandidat Tshisekedi gewinnt Präsidentschaftswahl

Die Demokratische Republik Kongo steht vor dem ersten Machtwechsel seit 18 Jahren.

Die nationale Wahlkommission Céni erklärte am frühen Donnerstagmorgen den oppositionellen Kandidaten Félix Tshisekedi zum vorläufigen Gewinner der Präsidentschaftswahl in dem zentralafrikanischen Land. Tshisekedi habe 38,57 Prozent der Stimmen erhalten, erklärte Kommissionschef Corneille Nangaa. Der vom langjährigen Amtsinhaber Joseph Kabila auserkorene Nachfolger Emmanuel Ramazani Shadary kam nur auf 23,8 Prozent.

Nach Bekanntgabe des vorläufigen Wahlergebnisses waren Freudenschreie aus dem Gebäude der Wahlkommission zu hören, wie ein AFP-Journalist berichtete. Die Veröffentlichung der Wahlergebnisse war ursprünglich für Sonntag geplant gewesen, wurde jedoch wegen logistischer Probleme verschoben. 39 Millionen Bürger waren bei der historischen Wahl am 30. Dezember zur Stimmabgabe aufgerufen gewesen.

Die Demokratische Republik Kongo ist eines der instabilsten Länder Afrikas. Seit dem Ende der belgischen Kolonialherrschaft 1960 gab es noch nie einen friedlichen Machtwechsel in dem rohstoffreichen Land.

Die Präsidentschaftswahl hätte laut Verfassung eigentlich schon vor zwei Jahren stattfinden müssen. Da sich Präsident Kabila jedoch weigerte, wie vorgesehen nach zwei Amtszeiten abzutreten, wurden die Wahlen mehrfach verschoben. Proteste dagegen wurden blutig niedergeschlagen.

Kabila, seit 2001 Präsident im Kongo, hatte seinen ehemaligen Innenminister Shadary als Wunschkandidaten aufstellen lassen. Shadary wurde den offiziellen Ergebnissen zufolge aber nur Dritter. Die zweitmeisten Stimmen erhielt demnach der Oppositionskandidat Martin Fayulu mit 34,8 Prozent. Zu seinen Unterstützern gehörten unter anderem die politischen Schwergewichte Jean Pierre Bemba und Moise Katumbi, die beide von der Wahl ausgeschlossen wurden.

Der 55-jährige Tshisekedi ist der Sohn des inzwischen verstorbenen Étienne Tshisekedi, der jahrelang das Gesicht der größten kongolesischen Oppositionspartei Union für Demokratie und Sozialen Fortschritt (UDPS) war. Félix Tshisekedi wurde im Wahlkampf vom ehemaligen Parlamentspräsidenten Vital Kamerhe von der Union für die Kongolesische Nation (UCN) unterstützt.

Nach Angaben der Wahlkommission soll das Verfassungsgericht die endgültigen Ergebnisse am 15. Januar verkünden. Der neue Präsident soll drei Tage später vereidigt werden. Gegen die Wahlergebnisse kann allerdings noch Einspruch eingelegt werden.

AFP

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