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Nathalie Kosciusko-Morizet sank nach dem Angriff zu Boden.

Sie musste ins Krankenhaus

Konservative Parlamentskandidatin in Frankreich angegriffen

Nathalie Kosciusko-Morizet wurde auf einem Markt, auf dem sie Flugblätter verteilte, angegriffen und musste danach zur Beobachtung ins Krankenhaus. Der Täter flüchtete danach offenbar.

Paris - Kurz vor der zweiten Runde der französischen Parlamentswahl ist eine konservative Kandidatin in Paris angegriffen worden. Ein Mann entriss der Ex-Ministerin Nathalie Kosciusko-Morizet am Donnerstag auf einem Markt ihre Flugblätter und schlug ihr damit ins Gesicht, wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete. Zahlreiche Politiker äußerten sich bestürzt über den Vorfall. Die Staatsanwaltschaft eröffnete eine Untersuchung.

Die Politikern musste ins Krankenhaus

Der Moment der Tat: Ein Mann schlägt der Politikerin mit ihren eigenen Flugblättern ins Gesicht.

Nach Angaben eines anwesenden AFP-Fotografen versuchte Kosciusko-Morizet, sich mit ihrer Hand zu schützen, wegen der Wucht des Schlags habe die 44-Jährige dann ihre eigene Hand ins Gesicht bekommen. 

Die Politikerin der Republikaner-Partei stürzte und wurde mehrere Minuten ohnmächtig. Die Feuerwehr brachte sie ins Krankenhaus. „Sie wird diese Nacht unter Beobachtung bleiben“, sagte eine Mitarbeiterin ihres Wahlkampfteams. „Sie ist sehr schockiert.“

Der Angreifer rannte offenbar weg

Dem Bericht zufolge rannte der Angreifer daraufhin weg. Er habe bei der Auseinandersetzung gerufen: „Das ist Ihre Schuld, dass Hidalgo heute Bürgermeisterin ist.“ Kosciusko-Morizet hatte 2014 als Bürgermeisterin von Paris kandidiert, verlor aber gegen das Wahlbündnis der Sozialistin Anne Hidalgo. Sie war von 2010 bis 2012 Umweltministerin unter Präsident Nicolas Sarkozy.

Premierminister Edouard Philippe besuchte die in Frankreich als „NKM“ bekannte Kosciusko-Morizet im Krankenhaus. „Ich verurteile diesen Akt unerträglicher Gewalt“, schrieb er auf Twitter. Kosciusko-Morizet trifft in ihrem Wahlkreis am Sonntag in einer Stichwahl auf Gilles Le Gendre, einen Kandidaten der Partei von Präsident Emmanuel Macron - dieser hatte im ersten Wahlgang deutlich vorn gelegen.

dpa

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