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Phyllis Schlafly war gegen Feminismus und Abrteibung und unterstützte öffentlich den US-Präsidentschaftskandidaten der Republikaner, Donald Trump. 

Ikone in den USA

Sie formte die Republikaner - Phyllis Schlafly mit 92 gestorben

St. Louis - Sie war gegen Feminismus und Abtreibung und war eine der mächtigsten Vordenkerinnen der Republikaner in den USA. Jetzt ist Phyllis Schlafly im Alter von 92 Jahren gestorben. 

Die konservative Bewegung in den USA hat eine ihrer mächtigsten Vordenkerinnen verloren. Im Alter von 92 Jahren starb die Aktivistin und Buchautorin Phyllis Schlafly in ihrem Haus in St. Louis im Kreise der Familie, wie ihre Stiftung Eagle Forum am Montag (Ortszeit) mitteilte. Schlafly war für Jahrzehnte eine der polarisierendsten öffentlichen Figuren in den USA. Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump würdigte sie als "konservative Ikone, die die konservative Bewegung neu gestaltet hat".

Die studierte Verfassungsrechtlerin hatte einen erheblichen Anteil daran, die Republikanische Partei auf einen erzkonservativen Kurs in der Gesellschaftspolitik zu bringen. Die Verfasserin von mehr als 20 Büchern verstand es, Millionen von Menschen gegen die Abtreibung, für die Propagierung traditioneller Familienwerte, gegen den Feminismus und gegen die in den 1960-er Jahren aufkeimende liberale Alternativkultur zu mobilisieren.

Schlafly brachte beschlossenen Verfassungszusatz zu Fall

Ihre Macht demonstrierte Schlafly auf spektakuläre Weise, als sie durch eine Mobilisierungskampagne einen 1972 bereits vom Kongress beschlossenen Verfassungszusatz zur Gleichberechtigung zu Fall brachte. Der Text hatte geschlechterspezifische Unterscheidungen zwischen Männern und Frauen in Gesetzen verbieten und die Gleichberechtigung der Frau in der Verfassung stärken sollen.

Schlafly organisierte eine öffentliche Kampagne, in deren Folge das Verfassungsprojekt 1982 schließlich aufgegeben wurde. "Frauen tragen die Babys aus, und daran können wir nichts ändern", argumentierte Schlafly. "Unsere Gesetze und unsere Tradition legen es deshalb dem Mann auf, für finanzielle Unterstützung zu sorgen."

Gegen Feminismus und für Donald Trump 

Mit prominenten US-Feministinnen lieferte sich Schlafly leidenschaftliche Debatten. Um ihre Kritikerinnen zu provozieren, begann sie Reden gerne mit dem Satz: "Zunächst möchte ich meinem Mann Fred danken, dass er mich hat herkommen lassen."

Nach der erfolgreichen Kampagne gegen den Verfassungszusatz baute Schlafly eine streng konservative Basisbewegung auf, die gegen gesellschaftliche Modernisierungstendenzen eintrat, einen wichtigen Beitrag zur Wahl Ronald Reagans zum Präsidenten 1980 leistete und zur streng konservativen Neuausrichtung der Republikaner beitrug. Im derzeitigen Wahlkampf stellte sie sich früh hinter Donald Trump.

AFP

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