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Rafael Ramírez

Ramirez führte den Konzern zehn Jahre lang

Korruptionsskandal: Venezuelas UN-Botschafter muss seinen Hut nehmen

Inmitten des Korruptionsskandals beim venezolanischen Ölkonzern PDVSA ist der UN-Botschafter des südamerikanischen Landes zurückgetreten.

Rafael Ramírez führte den Staatskonzern zehn Jahre lang bis 2014 und hatte sich zuletzt offenbar mit der Regierung von Präsident Nicolás Maduro überworfen. „Ich bin wegen meiner Meinungen abgesägt worden. Was auch immer passiert, ich werde immer loyal zu Comandate Chávez stehen“, schrieb Ramírez am Dienstag auf Twitter.

Die venezolanischen Behörden ermitteln seit Monaten wegen Korruption beim maroden Ölkonzern PDVSA. Über 100 Verdächtige wurden bereits festgenommen, darunter die früheren Konzernbosse Eulogio Del Pino und Nelson Martínez. Aus Oppositionskreisen heißt es, bei den Ermittlungen gehe es weniger um den Kampf gegen die Korruption als vielmehr um die Kontrolle über den Staatskonzern PDVSA.

Das Unternehmen ist für Venezuela ausgesprochen wichtig: Rund 95 Prozent der Deviseneinnahmen stammen aus dem Ölexport. Wegen jahrelangen Missmanagements und fehlender Investitionen war die Produktion zuletzt allerdings stark zurückgegangen. Die Öleinnahmen sanken von 39,7 Milliarden US-Dollar im Jahr 2014 auf zuletzt 5,29 Milliarden Dollar.

dpa

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