Gebetsraum Muslime Korsika
1 von 5
Eine Gruppe radikaler Demonstranten hat am ersten Weihnachtstag in der korsischen Hauptstadt Ajaccio einen Gebetsraum für Muslime verwüstet.
Gebetsraum Muslime Korsika
2 von 5
Eine Gruppe radikaler Demonstranten hat am ersten Weihnachtstag in der korsischen Hauptstadt Ajaccio einen Gebetsraum für Muslime verwüstet.
Gebetsraum Muslime Korsika
3 von 5
Eine Gruppe radikaler Demonstranten hat am ersten Weihnachtstag in der korsischen Hauptstadt Ajaccio einen Gebetsraum für Muslime verwüstet.
Gebetsraum Muslime Korsika
4 von 5
Eine Gruppe radikaler Demonstranten hat am ersten Weihnachtstag in der korsischen Hauptstadt Ajaccio einen Gebetsraum für Muslime verwüstet.
Gebetsraum Muslime Korsika
5 von 5
Eine Gruppe radikaler Demonstranten hat am ersten Weihnachtstag in der korsischen Hauptstadt Ajaccio einen Gebetsraum für Muslime verwüstet.

Bei Protestkundgebung

Korsika: Gebetsraum für Muslime verwüstet

Ajaccio - Eine Gruppe radikaler Demonstranten hat am ersten Weihnachtstag in der korsischen Hauptstadt Ajaccio einen Gebetsraum für Muslime verwüstet und versucht, Koranausgaben zu verbrennen.

Nach Angaben der Behörden hatte die Gruppe am späten Freitagnachmittag zunächst an einer anti-muslimischen Protestkundgebung in einer Siedlung mit Sozialwohnungen teilgenommen, in der am Abend zuvor ein Polizist und zwei Feuerwehrleute von jungen Angreifern verletzt worden waren.

Schon während der Kundgebung heizte sich die Stimmung deutlich auf, wie eine AFP-Korrespondentin berichtete. Immer wieder wurden Rufe wie "Araber raus" und "wir sind hier Zuhause" laut, viele Bewohner der Siedlung trauten sich nicht mehr auf die Straße.

Kurz darauf scherte eine kleine Gruppe Demonstranten aus, warf die gläserne Eingangstür zu dem nahe gelegenen Gebetsraum ein und verwüstete den Raum. Sie versuchten, mehrere Bücher in Brand zu stecken, darunter auch Koranausgaben. In Ajaccio hatten zuvor rund 600 Menschen friedlich vor der Präfektur gegen die Gewalt gegen Polizei und Feuerwehr demonstriert.

Premierminister Manuel Valls verurteilte die Angriffe vom Freitag und Samstag. "Nach der unannehmbaren Attacke auf Feuerwehrleute eine unannehmbare Schändung eines muslimischen Gebetsorts", schrieb Valls auf Twitter. Innenminister Bernard Cazeneuve sprach von "ausländerfeindlichen und rassistischen" Ausschreitungen, die nicht ungestraft bleiben dürften. Der Präfekt von Korsika, Christophe Mirmand, kündigte an, die Urheber der Gewalt vom Donnerstag und Freitag ausfindig zu machen und zur Verantwortung zu ziehen.

AFP

Auch interessant

Meistgesehene Fotostrecken

Papst-Messe startet in Kairo
Kairo (dpa) - Unter extremen Sicherheitsvorkehrungen hat in Kairo eine Messe anlässlich des Besuchs von Papst Franziskus in Ägypten begonnen.
Papst-Messe startet in Kairo
FDP setzt Parteitag mit Beratung des Wahlprogramms fort
Berlin - Die FDP setzt heute ihren Bundesparteitag in Berlin mit der weiteren Beratung des Wahlprogramms fort.
FDP setzt Parteitag mit Beratung des Wahlprogramms fort
Mazedoniens Krise mündet in Gewalt
Anhänger der alten Regierung in Mazedonien stürmen das Parlament. Doch der designierte Ministerpräsident will sich dadurch nicht stoppen lassen. Jetzt soll die …
Mazedoniens Krise mündet in Gewalt
USA bauen Raketenabwehr in Südkorea auf
Der Nordkorea-Konflikt gehört zu den gefährlichsten Krisenherden weltweit. Die USA haben nun mit dem Aufbau eines umstrittenen Raketenabwehrsystems begonnen. Aus China …
USA bauen Raketenabwehr in Südkorea auf

Kommentare