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In Pristina protestieren Steinewerfer gegen die Regierung.

Kosovo-Albaner demonstrieren gegen Regierung

Pristina - Unzufriedene Bürger machen in Pristina ihrer Wut mit Demonstrationen gegen die Regierung Luft. Ist die gerade erst gebildete Koalition schon wieder bedroht?

Mehrere Tausend Kosovo-Albaner haben am Samstag in Pristina gegen ihre Regierung demonstriert. Sie wurden angeführt von den größten Oppositionsparteien, die der Regierung auf Plakaten und in Reden vorwarfen, gegenüber dem serbischen Nachbarn zu nachgiebig zu sein.

Oppositionsführer Albin Kurti setzte der Regierung ein Ultimatum. Sie müsse bis zum Montag den serbischen Minister Aleksandar Jablanovic entlassen, der albanische Opfer im Krieg Serbiens gegen das Kosovo 1999 verhöhnt habe.

Wütende Demonstranten warfen Scheiben am Regierungsgebäude und an umliegenden Kneipen ein und verprügelten Journalisten. Die Polizei setzte Tränengas ein.

Serbien erkennt die vor sieben Jahren ausgerufenen Unabhängigkeit seiner früheren Provinz Kosovo, die fast nur noch von Albanern bewohnt wird, nicht an. Am 9. Februar will die EU wieder zwischen den beiden zerstrittenen Staaten vermitteln. Dabei soll auch der jüngste Streit um das Eigentum am größten Kosovo-Bergwerk „Trepca“ zur Sprache kommen.

dpa

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