Noch ein Jahr

Kosovo-Mandat der Bundeswehr verlängert

Berlin - Die Bundeswehr bleibt ein weiteres Jahr im Kosovo stationiert. Der Bundestag verlängerte am Donnerstag die deutsche Beteiligung an der sogenannten KFOR-Mission.

Mit derzeit mehr als 800 deutschen Soldaten ist der seit 15 Jahren laufende Einsatz der zweitgrößte Auslandseinsatz der Bundeswehr nach Afghanistan.

Seit dem Kosovo-Krieg in den 90-er Jahren sichern die internationalen Truppen den Frieden in dem Land, das 2008 seine Unabhängigkeit von Serbien erklärt hatte. Der CDU-Außenexperte Peter Beyer erklärte, wegen der anhaltenden Spannungen zwischen den Bevölkerungsgruppen seien die KFOR-Truppen weiterhin unabdingbar.

Obwohl es sich bereits um den am längsten laufenden Einsatz der Bundeswehr handelt, scheint ein Ende nicht absehbar. Bei einem Truppenbesuch in Prizren hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) vor drei Wochen zwar von einem „langsamen Ausgleiten“ der Mission gesprochen, aber auch betont, dass sie noch kein präzises Enddatum nennen könne. Deutschland ist der größte Truppensteller unter den 32 am KFOR-Einsatz beteiligten Ländern.

dpa

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