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Finanzminister Wolfgang Schäuble ist derzeit wieder im Krankenhaus.

Kranker Schäuble: CDU denkt über Nachfolger nach

Berlin - Wolfgang Schäuble hat erneut einen längeren Klinikaufenthalt vor sich. Kanzlerin Merkel hofft auf eine baldige Rückkehr ihres Finanzministers. Doch in der Union wird schon über einen etwaigen Nachfolger spekuliert.

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Schäuble muss wieder ins Krankenhaus

Für den Fall, dass Schäuble das Amt aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben könnte, müsste Merkel einen neuen Finanzminister präsentieren. Nach Informationen der Bild wird in der CDU der Name Thomas de Mazière gehandelt. Der Innenminister soll ein enger Vertrauter der Kanzlerin sein. Er war in der zurückliegenden Legislaturperiode Merkels Kanzleramtsminister.

Bereits während der Koalitionsverhandlungen mit der FDP hatte er beim Thema Finanzen ein gewichtiges Wort mitgeredet. Zudem hatte er Schäuble bereits im Mai beim EU-Ministertreffen vertreten.

Kanzlerin Merkel und ihre Minister

Die Bundesregierung: Merkel und ihre Minister

Sollte de Mazière tatsächlich das Finanzressort übernehmen, wäre der Posten des Innenministers frei. Nach Bild-Informationen sollen Union-Fraktionschef Volker Kauder und Innenexperte Thomas Strobl die aussichtsreichsten Kandidaten sein.

Schäuble will seinen Posten auf keinen Fall aufgeben. Er will die Amtsgeschäfte zunächst vom Bett aus führen. Zuletzt hatte er häufig mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Erst Mitte Mai hatte der querschnittsgelähmte Politiker nach längerem Klinkaufenthalt seine Amtsgeschäfte wieder aufgenommen.

Das Problem ist dasselbe: Entzündungen und eine nicht heilende Wunde, nachdem routinemäßig ein neues Implantat für die Verdauung eingesetzt worden war. Wie schon bei den ersten unfreiwilligen Auszeiten fällt auch Schäubles neue Zwangspause in eine Zeit wichtiger Entscheidungen.

Schon kommende Woche sollte er in Washington am Rande der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) über weitere Reformen der Finanzmärkte und des IWF verhandeln. Ende Oktober will Schäuble nach Südkorea reisen, um den Finanzministern der wichtigsten Wirtschaftsnationen (G20) den Welt-Finanzgipfel vorzubereiten.

ole

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