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Weit weg von der Merkel-Linie in der Griechenland-Politik: CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer.

Weitere Kredite für Athen?

Kritiker in Union: Nein zu Merkels Griechenland-Kurs

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Berlin/Brüssel/Athen - Nach dem "Nein" der Griechen gehen jetzt die Griechenland-Skeptiker in der Union in die Offensive. Die schärfste Kritik kommt von CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer.

Am Dienstagabend geht es in Brüssel einmal mehr auf einem Sondergipfel der EU um die Zukunft Griechenlands. Der Kurs der deutschen Bundeskanzlerin weist dabei in Richtung einer Ausweitung der Milliarden-Kredite für die nahezu bankrotten Hellenen. Querschüsse kommen jedoch für Merkel im Vorfeld aus den eigenen Reihen. Allen voran macht der CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer Front gegen Merkels Politik.

Sollte es dazu kommen, dass die Kanzlerin im Bundestag für eine neue Rettungsaktion für Athen eintritt, folgen unter Umständen nicht wenige Abgeordnete von CDU und CSU dem Beispiel der griechischen Mehrheit und stimmen mit "Nein". Spekuliert wird inzwischen sogar, ob Angela Merkel in diesem Zusammenhang im Bundestag die Vertrauensfrage stellen muss.

Kaum einer aus der deutschen Politik macht in diesen Tagen öffentlich so viel Stimmung gegen das maßlos verschuldete Griechenland wie CSU-General Andreas Scheuer. "Griechenland hat Nein gesagt, Nein heißt jetzt für uns auch Nein zu Verhandlungen und zum Hilfspaket", sagte Scheurer in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung.

Via Twitter nimmt der führende CSU-Mann auch kein Blatt vor den Mund: "Die linken Erpresser und Volksbelüger wie Tsipras können mit ihrer schmutzigen Tour nicht durchkommen", ist da von Scheuer zu lesen.

Peter Ramsauer, Hans-Peter Friedrich, Markus Söder (alle CSU) sowie Christian von Stetten (CDU): Namhafte Unions-"Freunde" der Kanzlerin machen Druck gegen noch mehr Milliarden für die Griechen. Auch Ramsauer greift das "Nein" beim griechischen Referendum auf und folgert daraus, diese Ablehnung  sei als "Nein zu jeglicher Art eines neuen Hilfspakets" zu werten. Von Stetten, der Vorsitzende des Parlamentskreises Mittelstand der Unionsfraktion, verlangt, das "Experiment mit den reformunwilligen Griechen im Euroraum"  zu bewenden.

Der Unionsfraktionsvize Hans-Peter Friedrich meinte, die unentschlossene Haltung der europäischen Staats- und Regierungschefs sei "die größte Gefahr für den Euro". "Der ehrliche und konsequente Weg wäre der Grexit", formulierte der bayerische Finanzminister Markus Söder in einem Interview mit der "Passauer Neuen Presse".

js

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