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Bank in Athen: Zehn Milliarden Euro braucht Griechenland für die Sanierung seiner Geldinstitute. Foto: Simela Pantzartzi/Archiv

Kreise: Athen und Geldgeber bald über Milliardenzahlung einig

Athen (dpa) - Griechenland könnte bald eine seit Wochen ausbleibende Hilfs-Tranche von zwei Milliarden Euro für seine maroden Finanzen sowie zehn Milliarden Euro für die Sanierung seiner Banken erhalten.

Die Kontrolleure der internationalen Geldgeber und Athen stehen nach Informationen aus Kreisen des griechischen Finanzministeriums kurz vor einer Einigung über die Umsetzung noch offener Reformauflagen. Für die Freigabe der Tranche aus dem Rettungsprogramm muss Griechenland 48 ambitionierte Reformziele erreichen.

Wichtigstes Thema seien die sogenannten faulen Kredite, hieß es in Athen. Diese haben inzwischen ein Gesamtvolumen von mehr als 100 Milliarden Euro erreicht. Die Regierung versucht, möglichst viele sozial schwache Bürger, die die Kredite nicht mehr bedienen können, vor einer Beschlagnahmung ihrer Wohnung zu schützen.

Ursprünglich sollte fast jeder zweite säumige Schuldner geschützt werden. Wie die Deutsche Presse-Agentur von mit den Verhandlungen vertrauten Mitarbeitern der griechischen Seite erfuhr, sollen sich die Verhandler nun auf Maßnahmen geeinigt haben, die nur etwa 20 Prozent der Schuldner von einer Beschlagnahmung ihrer Immobilie schützen sollen. Weitere Themen sind Rentenkürzungen und Reformen im Rentensystem, hieß es aus Verhandlungskreisen.

Das im Sommer vereinbarte neue Hilfsprogramm für Griechenland könnte bis zu 86 Milliarden Euro erreichen. 13 Milliarden Euro Hilfsgelder waren bereits im August geflossen.

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