Schloss Herrenschiemsee und alle anderen Schlösser mit ihren herrlichen Gartenanlagen sollen noch mehr Touristen nach Bayern locken.

Tourismus ankurbeln

Kreuth-Runde: Minister wollen Bayern besser bewerben

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Kreuth – Bayern will seinen Tourismus 2015 etwas besser ankurbeln als in früheren Jahren. Darauf haben sich mehrere Minister am Rande der Kreuth-Klausur der CSU-Fraktion geeinigt.

 „Es ist das gemeinsame Ziel erkennbar, dass man die Marke ,Bayern‘ voranbringt“, sagte die zuständige Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) unserer Zeitung. Die „interministerielle Arbeitsgruppe“ dazu, schon länger eingesetzt, soll nun mehr Tempo machen.

Auf mehrere konkrete Vorhaben einigten sich Aigner und die Kollegen aus Verkehrs-, Agrar-, Heimat-, Gesundheits-, Arbeits- und Bildungsministerium. So bringt das Gesundheitsressort heuer 100 000 Euro auf für eine bessere internationale Vermarktung des Gesundheitsmarktes Bayern. Das Verkehrsressort will touristisch vermarktbare Eisenbahnstrecken ausarbeiten und dafür werben, Vorbild könnte die „Burgenstraße“ von Mannheim bis Prag sein.

Das Heimatministerium gelobt, Bayerns Gärten und Parks, staatliche wie private, zu präsentieren. Im Juli wollen Aigner und Minister Markus Söder persönlich sogar gemeinsam im „Park Schönbusch“ nahe Aschaffenburg auftreten. Das geplante Schlagwort „Herrschaftliches Bayern“ dürfte dabei für Neugier auch jenseits der touristischen Aspekte sorgen.

Sogar auf Kleinigkeiten hat sich die Ministerrunde festgelegt. Ab Mai soll es einen „Radweg des Monats“ in Bayern geben. Eifersüchteleien und Rechtsfragen um verschiedene Dachmarken wurden ausgeräumt. Das Agrarressort will zudem den „Urlaub auf dem Bauernhof“ international vermarkten und bietet Übersetzungshilfen für die beteiligten Höfe an. 31 Pilotprojekte für „Farm holidays bavaria“ laufen bereits. „Das zahlt sich aus“, sagt Aigner hoffnungsfroh über die gemeinsamen Projekte.

Die Kreuth-Klausur endet heute mit einer Grundsatzrede von Ministerpräsident Horst Seehofer. Bisher lief es harmonisch, abends gab es sogar ausdauernde gemeinsame Gesänge. Tagsüber verständigten sich die Abgeordneten nach kontroverser Debatte auf eine Linie zu TTIP. Mitzureden haben sie bei den Verhandlungen der EU mit den USA zwar nichts; sie könnten aber die in übergroßer Mehrheit sehr skeptischen Bayern darüber informieren.

In ihrem Grundsatzpapier, bei einer Gegenstimme beschlossen, wendet sich die CSU schärfer als bisher gegen die Gegner der Globalisierung: Die Reduzierung auf heimische und lokale Märkte würde „zu einem Absinken der wirtschaftlichen Kraft, der sozialen Sicherheit und des Wohlstands führen“. Federführend ist Wirtschaftspolitiker Erwin Huber: „Wir sehen das Ganze in erster Linie als Chance.“ Die umstrittenen Schiedsgerichte lehnt die Fraktion nicht kategorisch ab.

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