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Russische Streitkräfte fahren mit Militärfahrzeugen auf einer Straße nahe der Stadt Dzhankoy.

In Region nahe der Krim

Ukraine: Russische Truppen ins Land eingedrungen

Strilkowe - Nach Angaben der Ukraine sind russische Truppen mit gepanzerten Fahrzeugen und Hubschraubern in den Süden des Landes vorgedrungen. Die G8-Staaten planen unterdessen den Rauswurf Russlands.

Die Ukraine hat Russland vorgeworfen, am Samstag ein Truppenkontingent in eine an die Halbinsel Krim angrenzende Region entsandt zu haben. Wie das Außenministerium in Kiew mitteilte, drangen 80 Soldaten in das Dorf Strilkowe ein, das auf einer schmalen Landzunge vor der Nordostküste der Krim, der sogenannten Arabat-Nehrung liegt. Dabei seien sie von vier Kampfhubschraubern und drei gepanzerten Fahrzeuge unterstützt worden.

Das Außenministerium forderte einen "sofortigen Rückzug" der Truppen. Die Ukraine behalte sich das Recht vor, die "militärische Invasion mit allen Mitteln zu stoppen".

USA: Russischer Vorstoß in der Ukraine wäre "empörende Eskalation"

Das Dorf Strilkowe in der Region Cherson wäre nicht die erste russische Stellung außerhalb der Krim. Auch ein Kontrollposten bei Tschongar, der von russischen Soldaten und prorussischen Milizen kontrolliert wird, liegt rund einen Kilometer nördlich der Gebietsgrenze zwischen der Krim und dem ukrainischen Festland.

Russland äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen. Die USA prüften die Berichte über die Truppenbewegungen, wie UN-Botschafterin Samantha Power am UN-Sitz in New York sagte. Ein russischer Vorstoß in der Südukraine wäre jedoch eine "empörende Eskalation" der Krim-Krise, fügte sie hinzu.

G-8-Staaten bereiten den Rauswurf Russlands vor

Die westlichen Staaten bereiten unter dem Eindruck der Ukraine-Krise unterdessen offenbar ein Treffen der führenden sieben Industriestaaten (G-7) anstelle des G-8-Treffens im russischen Sotschi vor. Die britische Regierung habe London als alternativen Treffpunkt vorgeschlagen, berichtete der "Spiegel" am Samstag vorab aus seiner jüngsten Ausgabe unter Berufung auf Berliner Regierungskreise. Der Vorschlag sei bei den anderen Teilnehmern - den USA, Deutschland, Japan, Kanada, Italien und Frankreich - auf Wohlwollen gestoßen.

Deutschland habe im Einvernehmen mit den anderen G-7-Partnern die Vorbereitungen für den G-8-Gipfel in Sotschi ausgesetzt, erklärte eine Regierungssprecherin in einer Reaktion auf den Vorabbericht des "Spiegel". "Darüber hinaus gehende Entscheidungen sind noch nicht gefallen."

Falls der russische Präsident Wladimir Putin im Streit um die Halbinsel Krim nicht einlenke, werde Berlin auch die für April in Leipzig geplanten deutsch-russischen Regierungskonsultationen absagen, heißt es in dem "Spiegel"-Bericht weiter. Allenfalls ein "kleines, frostiges Format" sei denkbar. Dazu erklärte die Regierungssprecherin, zu den geplanten deutsch-russischen Regierungskoalitionen werde sich die Bundesregierung "zum gegebenen Zeitpunkt" äußern.

Russland hat derzeit die G-8-Präsidentschaft inne. Moskau plant für Anfang Juni ein G-8-Treffen in Sotschi, dem Austragungsort der Olympischen Winterspiele.

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Russland hatte nach dem Umsturz in der Ukraine in den Konflikt im Nachbarland eingegriffen, offiziell aus "Verantwortung für das Leben seiner Landsleute". Inzwischen steht die mehrheitlich russischsprachige Halbinsel Krim am Schwarzen Meer faktisch unter der Kontrolle Moskaus.

Die Bevölkerung der autonomen ukrainischen Teilrepublik soll in einem Referendum am Sonntag über eine mögliche Angliederung an Russland entscheiden. Der Westen wirft Moskau vor, mit einem völkerrechtswidrigen Volksentscheid eine Annexion der Krim besiegeln zu wollen.

AFP

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