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Putin-Scherge Medwedew zieht rote Linie für Nato - „das ist für immer“

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Von: Momir Takac

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Brüder im Geiste: Wladimir Putin (r), Präsident von Russland, und Dmitri Medwedew (l). Medwedew gilt als Putins wichtigster Scharfmacher. (Archivbild)
Wladimir Putin (r), Präsident von Russland, und Dmitri Medwedew (l), Ministerpräsident von Russland, nehmen an einer Kranzniederlegung am Grab des unbekannten Soldaten teil. © Pavel Golovkin/dpa

Ex-Präsident Dmitri Medwedew hat den russischen Anspruch auf die Krim bekräftigt und die Nato in diesem Kontext vor einem Dritten Weltkrieg gewarnt.

Moskau/München - Im Ukraine-Krieg ist auch nach mehr als vier Monaten nach Beginn der russischen Invasion in das Nachbarland keine Entspannung in Sicht - im Gegenteil. Die russischen Streitkräfte intensivieren die Angriffe im Osten der Ukraine. Kämpfe toben vor allem um Lyssytschansk, der letzten große Stadt im Donbass unter ukrainischer Kontrolle.

Ukraine-Krieg: Medwedew warnt Nato vor Streitigmachen der Krim

Dass der Ukraine-Konflikt ein baldiges Ende nimmt, ist auch nach neuesten Aussagen Vertrauter von Russlands Präsident Wladimir Putin unwahrscheinlich. So forderte etwa Kremlsprecher Dmitri Peskow erneut die Kapitulation der Ukraine. Russland würde seine Offensive sofort stoppen, wenn die „ukrainischen Soldaten ihre Waffen niederlegen“ und Kiew alle Forderungen erfüllen würde, sagte Peskow am Dienstag vor Journalisten in Moskau.

Zu den Friedensbedingungen zählt unter anderem, dass die Ukraine die russische Souveränität über die Krim anerkennt, die Moskau 2014 völkerrechtswidrig annektiert hatte. Dies lehnt Kiew allerdings kategorisch ab. Den russischen Anspruch auf die Schwarzmeer-Halbinsel hat jetzt Ex-Präsident Dmitri Medwedew noch einmal bekräftigt und damit Öl ins Feuer gegossen.

Ukraine-Krieg: Putin-Vertrauter Medwedew droht Nato mit Drittem Weltkrieg

„Für uns ist die Krim ein Teil Russlands. Und das ist für immer“, sagte Medwedew der Zeitung Argumenty i Fakty. Jeder Versuch, die Krim Russland streitig zu machen, sei „eine Kriegserklärung an unser Land“. Würde ein Nato-Mitgliedsstaat einen solchen Schritt unternehmen, würde das zu einem Konflikt gegen das gesamte Nordatlantische Bündnis führen, also einem Dritten Weltkrieg, einem totalen Desaster, ergänzte der heutige Vizechef des russischen Sicherheitsrates.

Medwedew stellte auch klar, dass ein Beitritt Schwedens und Finnlands zur Nato „Vergeltungsmaßnahmen“ zur Folge hätte. Russland müsste seine Grenzen stärken und der nichtnukleare Status der Ostsee würde der Vergangenheit angehören, warnte der Putin-Vertraute Medwedew, der erst kürzlich Abrüstungsgesprächen eine deutliche Absage erteilt hatte. (mt)

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