+
Die Hauptangeklagte im NSU-Prozess, Beate Zschäpe, (2. v. li.) bespricht sich mit ihren Anwälten am Dienstag vor Verhandlungsbeginn am Oberlandesgericht in München.

Ex-Kripo-Mann sagt bei NSU-Prozess aus

Ermittler erinnert sich kaum an Zschäpe-Vernehmung

München - Ein ehemaliger Kripo-Ermittler hat sich im Münchner NSU-Prozess nur vage an eine Vernehmung von Beate Zschäpe vor 18 Jahren erinnern können.  

Er habe kein Bild mehr von ihr im Kopf, sagte der inzwischen pensionierte Thüringer am Dienstag vor dem Oberlandesgericht München. Allerdings wisse er noch, dass es damals um eine Puppe gegangen sei, die Unbekannte an einer Autobahnbrücke platziert hatten. An der Puppe war ein Judenstern angebracht, zudem war auch eine Bombenattrappe aufgestellt gewesen.

Als Täter verdächtigte die Polizei damals, 1996, Uwe Böhnhardt. Knapp zwei Jahre danach waren Böhnhardt, Zschäpe und ihr Komplize Uwe Mundlos in den Untergrund abgetaucht. In den folgenden Jahren soll das Trio nach Überzeugung der Anklage zehn Morde und zwei Sprengstoffanschläge verübt haben. Am Nachmittag wollte das Gericht einen weiteren Kripo-Beamten vernehmen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

US-Außenminister: Katar prüft Forderungen der Golfstaaten
Ein Katalog mit 13 ultimativen Forderungen an Katar macht deutlich, worum es in dem Konflikt auch geht: den Führungsanspruch Saudi-Arabiens in der Region. Das Emirat …
US-Außenminister: Katar prüft Forderungen der Golfstaaten
Prognose: Sozialisten gewinnen Parlamentswahl in Albanien
Rund 3,5 Millionen Bürger konnten heute ihre Stimme abgeben. Die Wahlbeteiligung war dennoch niedrig. Nun gibt es erste Prognosen, welche Partei das Rennen gemacht hat.
Prognose: Sozialisten gewinnen Parlamentswahl in Albanien
Gewaltwelle im Osten Mexikos: Mehrere Tote, darunter auch Kinder
In Mexiko gehört Gewalt zum Alltag. Im Mai erreichte die Zahl ein historisches Hoch. Doch trotz massiver Proteste geht die dramatische Entwicklung weiter.
Gewaltwelle im Osten Mexikos: Mehrere Tote, darunter auch Kinder
Regierung in Rom will zwei Krisen-Banken mit 17 Milliarden Euro retten
Gleich zwei Banken sind in Italien derzeit von der Pleite bedroht: Veneto Banca und Popolare Vicenza. Mit einem Milliarden-Paket will die Regierung die Banken nun retten.
Regierung in Rom will zwei Krisen-Banken mit 17 Milliarden Euro retten

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion