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Berlin: Hauptsitz des deutschen Bundesnachrichtendienstes BND.

Datenmassen im Visier

Krisensitzung in Wien nach Bericht über BND-Überwachung in Österreich

Österreich wurde offenbar jahrelang systematisch überwacht. Nach dem Skandal um den BND wurde im Nachbarland nun eine Krisensitzung einberufen.

Wien - Nach Medienberichten über eine jahrelange systematische Überwachung hunderter Anschlüsse in Österreich durch den Bundesnachrichtendienst (BND) hat die österreichische Regierung eine Krisensitzung einberufen. Das berichtete die Nachrichtenagentur APA am Samstag unter Berufung auf Regierungskreise in Wien. Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Kanzler Sebastian Kurz kündigten für den späten Nachmittag (17.30 Uhr) eine gemeinsame Erklärung an.

Der scheinbar skrupellose US-Geheimdienst war erneut involviert

Das österreichische Nachrichtenmagazin "profil" und die Tageszeitung "Der Standard" hatten zuvor berichtet, der BND habe zwischen 1999 und 2006 systematisch die Telekommunikation von Ministerien, internationalen Organisationen, islamischen Einrichtungen sowie von Firmen in Österreich überwacht. Laut einer den Medien vorliegenden BND-internen Datei seien insgesamt 2000 Telefon-, Fax- und Handyanschlüsse sowie E-Mail-Adressen ins Visier genommen worden.

Die abgefangenen Informationen seien mit anderen Geheimdiensten wie dem NSA in den USA geteilt worden. Bereits 2015 war bekannt geworden, dass der US-Geheimdienst mit Hilfe des Bundesnachrichtendienstes Behörden in mehreren Ländern ausgespäht haben soll, darunter auch Österreich.

AFP

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