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Der AfD-Landesvorsitzende Petr Bystron

„Unter der Gürtellinie“

Kritik am Fall Unterföhring: Polizeivertreter kanzelt AfD-Landeschef ab

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Bayerns AfD-Chef Bystron hatte nach der Unterföhringer Schießerei Kritik am Innenminister geübt. Er erntet Gegenwind von der Polizei: Wahlkampf mit dem Fall zu betreiben sei „unter der Gürtellinie“.

München/Unterföhring - Keine 24 Stunden nach der dramatischen Schießerei von Unterföhring läuft die Aufarbeitung des Falles - auch auf politischer Seite. Ein AfD-Politiker hat sich nach Ansicht der bayerischen Gewerkschaft der Polizei (GdP) mit seiner Kritik am Innenministerium aber deutlich „ins Abseits gestellt“: Für ein mittlerweile offenbar gelöschtes Facebook-Posting muss sich AfD-Landeschef Petr Bystron harte Worte vom Gewerkschafts-Landesvorsitzenden Peter Pytlik gefallen lassen.

Nach Angaben der Gewerkschaft hatte Bystron am Dienstag auf seiner Facebookseite mit Blick auf die Schießerei von Unterföhring gepoltert: „So sieht es aus, wenn man die Polizei mit ungeeigneter Einsatzausrüstung in den Nahkampf schickt!“ Am Mittwoch folgte die Retourkutsche. „Wer einen Vorfall wie diesen, bei dem unsere schwer verletzte Kollegin mit dem Leben ringt, hernimmt um politischen Wahlkampf zu betreiben, stellt sich komplett ins Abseits“, erklärte Pytlik.

„Leute, die keine Ahnung haben“

„Eine andere Ausrüstung oder aber auch eine andere Dienstwaffe hätte diesen tragischen Vorfall nicht verhindern können“, betonte der Gewerkschafts-Landeschef. Dem Innenminister Vorwürfe zu machen sei „völlig daneben“ und „unter der Gürtellinie“.

„Leider äußern sich immer wieder Leute zu polizeilichen Einsatzlagen die von Polizei und innerer Sicherheit keine Ahnung haben. Herr Bystron hat sich und seiner Partei mit dieser Äußerung einen Bärendienst erwiesen“, betonte Pytlik.

Bei dem Vorfall in Unterföhring hatte am Dienstag nach bisherigen Erkenntnissen ein 37-Jähriger einem gestürzten Polizeibeamten die Dienstwaffe entwendet, beide Sicherungen der Waffe gelöst und auf die Kollegin des Polizistin gefeuert. Die Beamtin schwebte am Mittwochvormittag weiterhin in Lebensgefahr. Auch zwei Passanten wurden verletzt. Der Täter ließ sich später widerstandslos festnehmen.

Über alle aktuellen Entwicklungen und Erkenntnisse zur Unterföhringer Schießerei hält sie unser News-Ticker auf dem Laufenden.

fn

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