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Auf die AfD gar nicht gut zu sprechen: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne)

Harsche Kritik an der rechten Partei

Kretschmann nennt die AfD "banalen Intrigantenstadl"

Stuttgart - Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann geht mit der AfD hart ins Gericht. Die Partei kultiviere "eine brutale, bisweilen gewalttätige Sprache, die Züge von Fanatismus in sich trägt".

Gegenüber der "Heilbronner Stimme" erneuerte Kretschmann nach dem Chaos bei der Stuttgarter AfD seine Kritik an der rechten Partei. Der Ton im Landtag habe sich durch die AfD "dramatisch verändert". Im Kern sei die AfD" eine Protestpartei, so Kretschmann. Sie ziehe Protestwähler an "mit einem gewissen Bodensatz an Fremdenfeinden und Rechtsradikalen". 

"Alles andere als eine Alternative"

Mit Blick auf die Spaltung der Landtagsfraktion sagte der Ministerpräsident, die Partei zeige, dass sie "alles andere als eine Alternative" sei. Das sei jetzt hoffentlich ein paar mehr Leuten klar geworden, die das vorher nicht so gesehen hätten. "Das ist ein ganz banaler Intrigantenstadl ohne klares Wertesystem", sagte Kretschmann.

Die AfD-Fraktion war am Umgang mit dem Abgeordneten Wolfgang Gedeon zerbrochen, der mit Antisemitismusvorwürfen konfrontiert ist. Nachdem dessen Ausschluss aus der Fraktion gescheitert war, verließ Fraktionschef Jörg Meuthen mit seinen Anhängern die Fraktion. Gedeon erklärte später allerdings selbst seinen Fraktionsaustritt. Die AfD war nach der Landtagswahl im März als stärkste Oppositionspartei in den Landtag eingezogen. 

Kretschmann sprach dem bisherigen AfD-Fraktionschef Jörg Meuthen die Fähigkeit ab, als Oppositionsführer zu wirken. „Dafür hätte er nämlich die Opposition anführen müssen. So ein Ansehen muss man sich erarbeiten. Meuthen war bisher der Fraktionsvorsitzende der größten Oppositionspartei, mehr aber auch nicht“, betonte der Ministerpräsident.

dpa/AFP

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