+
Markus Ferber, CSU-Europagruppenchef

Ferber kritisiert geplante Vorschrift

"Die EU hat in der Dusche nichts zu suchen"

Augsburg - Das geht zu weit, sagt die CSU: Sie macht Front gegen eine von der EU geplante Vorschrift für wassersparende Duschköpfe und Wasserhähne.

Die CSU macht Front gegen die geplante EU-Vorschrift für wassersparende Duschköpfe und Wasserhähne. „Die Kommission hat unter der Dusche nichts zu suchen“, erklärte CSU-Europagruppenchef Markus Ferber am Freitag.

Der Anlass: Die EU will ihre Ökodesign-Richtlinie ausweiten, um Wasserverschwendung zu stoppen. Ferber sagte, die Ökodesign-Richtlinie sei gedacht gewesen, Stromfresser wie Röhrenfernseher und alte Kühlschränke aus dem Verkehr zu ziehen: „Die Ausweitung auf Duschköpfe und Wasserhähne geht definitiv zu weit.“ Man frage sich, was als nächstes komme: „Das Verbot von Badewannen?“

Der Wasserverbrauch der Haushalte sei ohnehin gesunken. „Ein guter Vorsatz in wasserarmen Regionen Europas“, sagte Ferber. „Aber ein Durchregieren der EU bis unter die Dusche kann nicht ernsthaft die Lösung sein, wenn wir die Akzeptanz der Menschen für das Projekt Europa erhalten wollen.“

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Macrons US-Besuch: Entspannung - bis Trump wortgewaltig dazwischengrätscht
Beim Empfang von Emmanuel Macron bemüht Donald Trump reichlich Pathos. Aber das kann nicht über die Unterschiede hinwegtäuschen. Macron wartet mit neuen Vorschlägen zum …
Macrons US-Besuch: Entspannung - bis Trump wortgewaltig dazwischengrätscht
In Bayerns Landesbehörden hängen künftig Kreuze
Schon in Klassenzimmern waren Kreuze ein Stein des Anstoßes. Bayern setzt jetzt noch eins drauf. Ministerpräsident Söder erntet dafür Kritik und Spott.
In Bayerns Landesbehörden hängen künftig Kreuze
Aufregung um das Kruzifix: Jetzt spricht Söder
Ab dem 1. Juni ist ein angebrachtes Kreuz in den Eingangsbereichen der Behörden Pflicht, das hat der Ministerrat per Verordnung beschlossen. Warum, das erklärt Markus …
Aufregung um das Kruzifix: Jetzt spricht Söder
Maas wirft Assad "menschenverachtendes Verhalten" vor
Der Militärschlag der Westmächte gegen Syrien erfolgte ohne Zustimmung des blockierten Sicherheitsrats der Vereinten Nationen. Bei einem Besuch bei den UN verteidigt …
Maas wirft Assad "menschenverachtendes Verhalten" vor

Kommentare