+
Fidel Castro, im Rollstuhl sitzend, im Gespräch mit Venezuelas sozialistischem Präsidenten Nicolás Maduro.

Vor Obama-Besuch

Kuba veröffentlicht neue Fotos von Fidel Castro

Havanna - Pünktlich zum Besuch von US-Präsident Barack Obama sind neue Fotos von Revolutionsführer Fidel Castro (89) aufgetaucht.

Sie senden eine klare Botschaft: Auf dem Titelbild der Sonntagsausgabe der Zeitung „Juventud Rebelde“ ist Castro im Gespräch mit Venezuelas sozialistischem Präsidenten Nicolás Maduro zu sehen, der die USA als imperialistisch und kapitalistisch verteufelt. Die Annäherung seines Bruders und Nachfolgers als Staatschef, Raúl Castro, an die USA, sieht Fidel skeptisch.

„Ich vertraue der US-Politik nicht, ich habe kein Wort mit denen gewechselt“, hatte Fidel im Januar 2015 nach den ersten Schritten zur Annäherung gesagt. Maduro war kurz vor Obama zu Besuch in Havanna. Die sozialistischen „Bruderstaaten“ Kuba und Venezuela arbeiten sehr eng zusammen, Kuba hat unter anderem Berater und Ärzte nach Caracas geschickt, Venezuela versorgt Kuba mit Öl.

Fidel befeuerte jahrzehntelang nach der Revolution von 1959 die Feindschaft zu den USA, und überstand Attentatsversuche; die Sowjetunion wurde zum wichtigsten Verbündeten - die Stationierung sowjetischer Atomraketen auf der Insel brachte die Welt 1962 an den Rand des Atomkriegs. Die USA „bestraften“ Kuba mit einem bis heute noch nicht komplett aufgehobenen US-Handelsembargo.

Erstmals seit der sozialistischen Revolution 1959 besucht mit Barack Obama von heute an ein US-Präsident Kuba. Er wurde abends in der Hauptstadt Havanna erwartet und bleibt bis Dienstag.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

US-Gesandter: Russland für "heißen Krieg" in der Ukraine verantwortlich
Seit Mittwoch wurden bei den Kämpfen zwischen pro-russischen Separatisten und Regierungstruppen in der Ostukraine elf ukrainische Soldaten getötet. Der neue …
US-Gesandter: Russland für "heißen Krieg" in der Ukraine verantwortlich
Steinmeier für "deutliche Haltsignale" gegenüber der Türkei
Zwischen Deutschland und der Türkei wird das Klima immer frostiger. Die Bundesregierung verschärft ihren Kurs. Vom Bundespräsidenten kommen ungewohnt kritische Töne. Die …
Steinmeier für "deutliche Haltsignale" gegenüber der Türkei
Trumps neuer Kommunikationschef löscht kritische alte Tweets
Donald Trump hat einen neuen Kommunikationschef. Aber der lag früher längst nicht immer auf der Linie, die sein neuer Boss vertritt. Im Gegenteil.
Trumps neuer Kommunikationschef löscht kritische alte Tweets
Im Irak festgenommene 16-Jährige bereut Anschluss an IS
"Ich will nur noch weg", sagt das vermisste Mädchen aus Sachsen in irakischer Haft. Sie wolle kooperieren. Einem Reporter des Recherchenetzwerks aus "SZ", NDR und WDR …
Im Irak festgenommene 16-Jährige bereut Anschluss an IS

Kommentare