+
Kubas Präsident Raul Castro schließt eine schwere Krise wie nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion aus. Foto: Marcelino Vazquez

Kubas Präsident Castro räumt wirtschaftliche Probleme ein

Havanna (dpa) - Der kubanische Präsident Raúl Castro hat wirtschaftliche Probleme der sozialistischen Karibikinsel eingeräumt. Allerdings schloss er eine schwere Krise wie nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion aus.

"Wir streiten nicht ab, dass es Auswirkungen geben wird, auch stärkere als bislang. Aber wir sind vorbereitet und in einer besseren Verfassung als damals, um ihnen zu begegnen", sagte der Staatschef in der Nationalversammlung.

Der niedrige Ölpreis und fallende Gewinne aus dem Export hatten Kuba zuletzt in Bedrängnis gebracht. Die Karibikinsel erhält vom befreundeten Venezuela Öl zum Vorzugspreis, das sie auf dem Weltmarkt weiterverkauft. Wegen des niedrigen Preises kann Kuba aber derzeit deutlich weniger Devisen auf diesem Wege einnehmen. Auch die Preise für die Exportgüter Zucker und Nickel waren zuletzt gesunken.

Castro sagte allerdings zu, dass es bei den Sozialausgaben, etwa im Bildungs- und Gesundheitswesen, keine Einschnitte geben werde. Für das laufende Jahr rechnet die kubanische Regierung mit einem Wirtschaftswachstum von zwei Prozent. 2015 hatte die Volkswirtschaft des sozialistischen Karibikstaats noch vier Prozent zugelegt.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Trump offen für gemeinsame Militäreinsätze mit Russland in Syrien
Washington - Der neue US-Präsident Donald Trump steht nach Angaben seines Sprechers möglichen gemeinsamen Militäreinsätzen mit Russland gegen die Dschihadistenmiliz …
Trump offen für gemeinsame Militäreinsätze mit Russland in Syrien
Streit um Unterhaltsvorschuss beigelegt
Was, wenn der Ex-Partner oder die Ex-Partnerin keinen oder zu wenig Unterhalt zahlt? Dann springt der Staat ein. Der sei aber bisher zu kurz gesprungen, meinte …
Streit um Unterhaltsvorschuss beigelegt
CSU-Vize: „Guttenberg soll sich mehr einbringen“
München – Und jährlich grüßt das Murmeltier: In der CSU wird mal wieder über eine Einbindung des im US-Exil lebenden Karl-Theodor zu Guttenberg beraten. Parteichef Horst …
CSU-Vize: „Guttenberg soll sich mehr einbringen“
Merkel: Flüchtlinge haben Deutschland auf „harte Probe“ gestellt
Würzburg - Die Rede war mit Spannung erwartet worden: Auf einem ihrer ersten großen Auftritte im Wahljahr sprach Angela Merkel am Montag in Würzburg. Wähler der CSU …
Merkel: Flüchtlinge haben Deutschland auf „harte Probe“ gestellt

Kommentare