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Renate Künast ist enttäuscht von der Klimakonferenz in Doha.

Mehr deutsche Initiative gefordert

Künast: Vernichtendes Urteil über Klimakonferenz

Berlin/Doha - Grünen-Fraktionschefin Renate Künast hat ein vernichtendes Urteil über die Klimakonferenz in Doha gefällt und gleichzeitig mehr deutsche Initiative gefordert.

„Alle verbale Schönfärberei der Klimagespräche in Doha ist nichts als Voodoo-Zauber“, sagte Künast am Sonntag der Nachrichtenagentur dapd in Berlin. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) müsse nun einen klaren Kurs fahren. „Eine deutsche Initiative zur Festlegung eines 30-Prozent-Reduzierungsziels in der EU ist jetzt fällig“, sagte Künast.

Künast erklärte, Merkel sei mit großem Medienaufwand als Klimakanzlerin gestartet, habe daraus aber keine konkrete Politik gemacht. „Nun hat sie zu verantworten, dass die EU auf der Klimakonferenz nicht als Treiberin, sondern als 'Lame Duck' aufgetreten ist.“

Die Weltklimakonferenz in Doha ist nach zähem Ringen mit einer Verlängerung des Kyoto-Protokolls zur Verringerung des Ausstoßes an klimaschädlichen Gasen bis 2020 zu Ende gegangen. Nach stundenlangen Verhandlungen setzte der Präsident der Konferenz, der stellvertretende katarische Ministerpräsident Abdullah bin Hamad Al-Attijah, den Kompromiss am Samstag gegen letzte Widerstände vor allem aus Russland durch. Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) verteidigte die Beschlüsse.

Teil des sogenannten Doha-Pakets sind neben der Verlängerung des Kyoto-Protokolls, dessen Verpflichtungsperiode in wenigen Wochen zum Ende des Jahres ausgelaufen wäre, noch eher vage gehaltene Zusagen zur finanziellen Unterstützung ärmerer Länder beim Klimaschutz und eine Verpflichtung, bis 2015 einen neuen Weltklimavertrag auszuhandeln, der dann ab 2020 gelten soll.

dapd

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