+
Der frühere rheinland-pfälzische Ministerpräsidenten Kurt Beck (SPD)

Dauerhafte "150-Prozent-Last"

Beck: Fast unmenschlicher Druck auf Politiker

Berlin - Der rheinland-pfälzische Ex-Ministerpräsidenten Kurt Beck hat den fast unmenschlichen Druck auf Politiker angeprangert. Vor allem die dauerhafte "150-Prozent-Last" mache die Arbeit schwer.

Der Druck auf Spitzenpolitiker ist aus Sicht des früheren rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck (SPD) in den vergangenen Jahren gewachsen. Angesichts einer Vielzahl von Medien sei dieser Druck „teilweise, zeitweise an der Grenze zur Unmenschlichkeit“, sagte Beck am Dienstag im Deutschlandfunk. Solche Belastungen entstünden manchmal „durch Sezieren von halben Sätzen, so dass man neben der Alltagsarbeit, die man zu machen hat, doch sehr, sehr angespannt ist und dauernd unter 150-Prozent-Last arbeitet.“

Beck äußerte Verständnis für den angekündigten Rückzug von Brandenburgs Regierungschef Matthias Platzeck (SPD), er sei ein sensibler Mann. „Aber ich finde, das gehört auch dazu, wenn man Menschlichkeit in der Politik leben will, was Matthias Platzeck immer getan hat.“ Beck hob hervor, Platzeck habe „Brandenburg und den Menschen im Osten Deutschlands ein Gesicht gegeben, aber zugleich immer Verantwortung für Deutschland insgesamt übernommen“.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bevölkerungsstudie: Städte wachsen - Landkreise schrumpfen
Es gibt ein Stadt-Land-Gefälle bei der Bevölkerungsentwicklung in Deutschland. Allerdings nicht durchgehend. Der Trend: Die Metropolen mitsamt dem Umland wachsen. Die …
Bevölkerungsstudie: Städte wachsen - Landkreise schrumpfen
Verteidiger im NSU-Prozess: Zschäpe war keine Mittäterin
Wochenlang hatte es immer neue Verzögerungen gegeben. Auch am Dienstag halten juristische Verwicklungen den NSU-Prozess auf - doch am Nachmittag beginnen Beate Zschäpes …
Verteidiger im NSU-Prozess: Zschäpe war keine Mittäterin
Staatsregierung entschärft Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz
Die Staatsregierung verzichtet nach scharfer Kritik auf die Einführung einer Zentraldatei zur Erfassung sämtlicher in der Psychiatrie untergebrachter Patienten.
Staatsregierung entschärft Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz
Koalitionsstreit um Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche
Paragraf 219a im Strafgesetzbuch hat viele Gegner. Eine Reform des sogenannten Werbeverbots für Abtreibungen hätte im Bundestag wohl eine Mehrheit - auch ohne die Union.
Koalitionsstreit um Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche

Kommentare