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Sylt-Urlaub im Ukraine-Krieg: Lambrecht stillos und deplatziert

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Von: Christian Deutschländer

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Christian Deutschländer kommentiert den Sylt-Urlaub von Verteidigungsministerin Christine Lambrecht.
Christian Deutschländer kommentiert den Sylt-Urlaub von Verteidigungsministerin Christine Lambrecht. © J·n Kroöl·k/TASR/dpa/Schlaf/Montage:MM

Christine Lambrecht (SPD) hat tapsig bis stillos agiert, sich mitten im Ukraine-Krieg auf Sylt-Urlaub zu begeben, kommentiert Christian Deutschländer.

Es ist faszinierend, wie sich Politiker nach komplizierten Riesenfehlern – halbe Milliarde versenkt, hoppla – im Amt halten. Aber über Kleinigkeiten stürzen: unpassende Urlaube und Fotos, ein doofer Lacher. Deshalb sollten im Verteidigungsministerium viele Alarmglocken läuten. Christine Lambrecht (SPD) hat tapsig bis stillos agiert, sich mitten im Ukraine-Krieg auf Sylt-Urlaub zu begeben. Jetzt wird bekannt, dass ihr erwachsener Sohn für einen Spottpreis in Bundeswehr-Hubschrauber und BKA-Kolonne mitreiste. Er brüstete sich damit – wiederholt – auf Fotos im Internet. Legal, aber sehr unklug.

Christine Lambrecht: Sonderbehandlung lässt die Bürger schlucken

Für Lambrecht ist das gefährlich: Solche Sonderbehandlung lässt die Bürger schlucken, in deren Alltagssorgen sich gerade die Folgen des Ukraine-Kriegs einbrennen. Vielleicht kann es Frau Ministerin sich kaum vorstellen: Aber da draußen leben Menschen, denen die Bundeswehr ihre Kinderlein nicht in den Urlaub hinterherfliegt.

Zudem passt das leider ins Bild einer Ministerin, die im Amt nicht angekommen ist, zu vage in großen Linien, wankend in fachlichen Details. Eine klug agierende, kundige Verteidigungsministerin müsste jetzt mit Strahlkraft im Mittelpunkt der Republik stehen, ihrer Truppe und der Bevölkerung Orientierung und klare Botschaften geben. Lambrecht wirkt uninteressiert und deplatziert. Sie muss ihre Amtsführung dringend ändern.

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