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AfD-Landeschef Petr Bystron bekommt jetzt den vierten Listenplatz.

Kandidaten für Bundestagswahl

Landesparteitag: AfD bewahrt Petr Bystron vor Debakel

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Die bayerische AfD hat ihren Vorsitzenden Petr Bystron doch noch aussichtsreich für die Bundestagswahl im Herbst platziert. In der Woche zuvor hatte es einen drastischen Dämpfer gegeben.

Greding – Bei der Aufstellungsversammlung in Greding wählten die Mitglieder Petr Bystron am Samstag auf den vierten Listenplatz. In der Woche zuvor war er als Favorit auf Platz eins noch gegen seinen Vorstandskollegen Martin Hebner unterlegen. Hebner hatte Bystron und anderen Vorstandskollegen unter anderem angegriffen, weil sie den Beschluss des Bundesvorstands, den Thüringer Rechtsaußen Björn Höcke, aus der Partei auszuschließen, ohne Befragung der Mitglieder unterstützt hatten.
 
Auf Platz vier setzte sich der Münchner Bystron unter anderem gegen den oberbayerischen Bezirksvorsitzenden Florian Jäger (Olching) durch. Auch Jäger hatte Höcke in seiner Bewerbungsrede verteidigt. Diesmal votierten die Mitglieder allerdings deutlich für den Landeschef. Bystron erhielt 324 Stimmen, Jäger nur 97. Zwei weitere Kandidaten landeten dahinter.

Die Spaltung der Partei wurde besonders beim Kampf um Platz fünf deutlich. In einer Stichwahl gewann der Nürnberger Kreisvorsitzende Martin Sichert gegen Bundesvorstandsmitglied Dirk Driesang aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck. Driesang gilt als offensivster Kritiker Höckes in der Parteiführung. In einem offenen Brief hatte er ihn kürzlich zum Parteiaustritt aufgefordert. Zudem hatte er vor einiger Zeit die Auflösung des saarländischen Landesverbandes empfohlen, nachdem dort Verbindungen zu Rechtsextremen bekannt geworden waren. Driesang kandidierte auf Platz acht noch einmal, kam aber auch dort nicht zum Zug.

Auf weiteren aussichtsreichen Plätzen setzten sich am Wochenende außerdem der Chef des AfD-Mittelstandsforums, Hansjörg Müller (6), und der Allgäuer Unternehmer Peter Felser (7) durch.

Auf Platz zwei war vor einer Woche der Finanzexperte Peter Boehringer, auf Platz drei die Straubinger Kreisvorsitzende Corinna Miazga erfolgreich gewesen. In bundesweiten Umfragen war die AfD zuletzt auf nur noch sieben Prozent abgesackt, in einer bayerischen Bundestagswahl-Umfrage lag sie Mitte März noch bei neun. Nach derzeitigen Werten wäre mit sieben AfD-Abgeordneten aus Bayern zu rechnen.

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