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Rahmenpaket für Radler

Landtag will Rad und Bahn besser vernetzen

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München – Im Freistaat soll noch mehr geradelt werden. Darum hat der Verkehrsausschuss des Landtags bei seiner Sitzung am Donnerstag ein umfassendes Maßnahmenpaket für Bayerns Radler auf den Weg gebracht. Eines der großen Ziele ist es, öffentliche Verkehrsmittel und Radverkehr besser zu vernetzen.

Demnach sollen Kommunen künftig dabei unterstützt werden, an Bahnhöfen Abstellplätze für Räder zu bauen. Konkret soll die Staatsregierung bei der Deutschen Bahn, die viele der infrage kommenden Grundstücke besitzt, auf Rahmenvereinbarungen hinwirken. Außerdem soll der Bau überdachter und gesicherter Abstellplätze mit vorhandenen Haushaltsmitteln unterstützt werden. „Gerade an größeren Bahnhöfen brauchen wir hochwertige Anlagen“, sagte der Grünen-Verkehrsexperte Markus Ganserer. Das sei gerade im Interesse der Pendler.

Außerdem fordern die Abgeordneten, in Regionalzügen mehr Platz für Fahrräder zu schaffen; wobei Ganserer anregte, langfristig auch über eine kostenlose Radl-Mitnahme zu diskutieren. Auch auf ein besseres Angebot in Fernzügen wollen die Parlamentarier hinwirken. Gerade bei der ICE-Flotte müsse beim Platz für Räder nachgerüstet werden, hieß es.

Die Diskussion über eine Absenkung der Promillegrenze für Radler fiel indes kurz aus. Die Abgeordneten können sich vorstellen, ab einem Alkoholwert von 1,1 Promille ein Bußgeld zu verhängen. Bislang gilt eine Grenze von 1,6 Promille, ab der ein Radler allerdings sofort als absolut fahruntüchtig gilt. Nur die Freien Wähler stimmten gegen den Antrag. Begründung: Gespräche mit der Polizei hätten gezeigt, dass alkoholisierte Radler kein besonderes Problem darstellten.

Langfristig sollen auch Radschnellwege, die Radler an Ampeln oder Kreuzungen vorbeiführen, an Bedeutung gewinnen. Im Bereich Nürnberg läuft aktuell ein Modellprojekt dazu. Zudem wollen die Abgeordneten ein Pilotprojekt mit intelligenten Ampeln starten, die Radler erkennen, frühzeitig umschalten und den Verkehr so flüssig halten.

Beim Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) kommen die Maßnahmen gut an. der Landesvorsitzende Armin Falkenhein forderte allerdings mehr Geld von der Regierung. „Den Radverkehr mit null zu fördern, geht nicht“, sagt er. Schließlich sollen Radler bis 2020 etwa 20 Prozent des innerstädtischen Verkehrs in Bayern ausmachen.  

mmä

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