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Weiß-Blau und gut vernetzt: Die CSU im Internet.

Landtagswahl in Bayern

FraktionsTV und weiß-blaue App: Die CSU im Netz

München - Bayerns Politiker führen ihren Wahlkampf längst nicht mehr nur am Stammtisch, sondern zusätzlich ganz modern im Internet. Auch die CSU hat sich vernetzt - sogar mit einer weiß-blauen App.

Mit Stammtisch-Abenden und Parteitagsreden ist es für die CSU längst nicht mehr getan. Um auch bei den jungen Wählern anzukommen, hat sie sich umfassend vernetzt. Internetseite, Videos, Foto-Streams und soziale Netzwerke gehören inzwischen fest dazu. Und die Präsentation der Partei im Internet markiert deutlich, wer in Bayern dahoam ist.

Über der Webseite der CSU-Landtagsfraktion schwebt ein weiß-blaues Banner; auch das gesamte Seiten-Layout orientiert sich an den Farben des Freistaats. Außerdem übernimmt die Seite die Aufgabe, die Staatsregierung samt FDP-Politikern vorzustellen: Alter, Familienstand und Religionszugehörigkeit nehmen in den Minister-Steckbriefen die erste Zeile ein.

"Hier postet mein Team..." - die CSU-Minister

Bei ihrer Selbstdarstellung setzen die Kabinettsmitglieder indes ganz verschiedene Schwerpunkte. Ministerpräsident und CSU-Vorsitzender Horst Seehofer hat sich auf Facebook die Mühe gemacht, eine komplette Chronik seiner politischen Karriere anzulegen. Erster Meilenstein nach der Geburt 1949 ist der Eintritt in die CSU mit 22 Jahren. Auf seiner Webseite gibt sich der Ministerpräsident persönlich: Im Interview-Artikel "Direkt gefragt" beantwortet er nette Fragen wie "Was schätzen Sie an Bayern?" oder "Wie entspannen Sie sich?"

Als Facebook-Profilbild verwendet Bayerns Finanzminister eine Karikatur von sich.

Finanzminister Markus Söder ist weniger auskunftsfreudig. Wer www.soeder.de aufruft, findet einen tabellarischen Ämter-Lebenslauf mit Foto im Bewerbungs-Stil. Sein Profilbild bei Facebook und Twitter ist eher spaßig: eine Eigen-Karikatur.

Die Homepage von Innenminister Joachim Herrmann hingegen kommt mit riesigem Link-Verzeichnis, Kalender und Kontakt-Formular informativ, aber etwas förmlich daher.

Die bayerischen Ministerinnen teilen Infos am liebsten direkt. Christine Haderthauer, Ministerin für Arbeit und Soziales, gibt auf Facebook offen zu: "Hier postet mein Team..." - einen Mix aus Bildern, Zeitungsartikeln und Stellungnahmen.
Justizministerin Beate Merk hingegen setzt auf ihrer Webseite verstärkt auf Fotos von sich. Um zu sehen, was sie außerdem noch postet, muss man mit ihr befreundet sein. Interessenten auf Facebook verweist sie außerdem auf ihren Twitter-Account.

CSU im Business: Xing und Smartphone-App

Auch die Partei als Organisation nutzt soziale Netzwerke. Unter den Links findet sich auf der CSU-Fraktionsseite der Flickr-Bildstream des Fraktionsvorsitzenden Georg Schmid, im YouTube-Kanal "FraktionsTV" ist der Landfrauenchor im Dirndl zu sehen. Sogar auf XING ist die CSU mit über 800 Mitgliedern vertreten. Auf Schritt und Tritt können sich Wähler mit der christsozialen Politik per Smartphone vernetzen: Auf ihrer Webseite wirbt die Partei für eine kostenlose CSU-App.

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