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CSU-Spitzenkandidat Markus Söder bekam im bayerischen Landtag viel Beifall von seinen Parteikollegen. 

Wahl am 14. Oktober

Landtagswahl 2018 in Bayern: Das sind die Spitzenkandidaten der großen Parteien

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Die meisten Parteien haben sich bereits auf ihre Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2018 in Bayern festgelegt - die AfD dagegen möchte damit noch bis Sommer warten. Wir stellen die Kandidaten und ihre Themen vor. 

München - Die Zeit bis zur Landtagswahl läuft, die Parteien sind schon im Wahlkampf und die meisten Spitzenkandidaten stehen fest. CSU, SPD, FDP, die Grünen, Linke und die Freien Wähler haben sich bereits festgelegt – die AfD möchte ihren Kandidaten erst im Sommer bekannt geben. Wir zeigen die einzelnen Spitzenkandidaten im Kurzportrait.

Markus Söder: Spitzenkandidat der CSU für die Landtagswahl 2018 in Bayern

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder. 

Bereits im Dezember kürte die CSU – fast einstimmig – ihren Spitzenkandidaten Markus Söder. Der ehemalige bayerische Finanzminister war nach dem vergleichsweise schlechten Ergebnis der eigenen Partei während der Bundestagswahl als Nachfolger Horst Seehofers ins Gespräch gekommen. Das angespannte Verhältnis zwischen Seehofer und Söder prägte den innerparteilichen Machtkampf der CSU in den Monaten nach der Wahl. Seit dem Parteitag in Nürnberg im vergangenen Dezember gilt nun jedoch eine Seehofer-Söder-Doppelspitze in der CSU. Seehofer bleibt Parteichef, Markus Söder ist Spitzenkandidat der CSU und amtierender bayerischer Ministerpräsident

Söders Ziel für die Landtagswahl 2018 lautet nun: die absolute Mehrheit der CSU in Bayern erhalten. Die Umfragetendenzen zeigen jedoch, dass dies im Vergleich zur letzten Landtagswahl 2013 eine deutliche Herausforderung werden könnte und die CSU sich eventuell mit einem Koalitionspartner zusammenschließen muss (wie bereits 2008). 

FDP und Grüne schließt Markus Söder für eine Koalition bislang aus – die inhaltlichen Unterschiede seien zu groß. Stattdessen gilt der neue CSU-Slogan, mit dem die Partei die absolute Mehrheit halten möchte: „Das Beste für Bayern“.

Natascha Kohnen: Spitzenkandidatin der SPD für die Landtagswahl 2018 in Bayern

Die SPD-Spitzenkandidatin Natascha Kohnen. 

Die Bayern-SPD hat ihre Landesvorsitzende und stellvertretende Bundesvorsitzende Natascha Kohnen mit 94,8 Prozent zur Spitzenkandidatin für die anstehende Landtagswahl nominiert. Die Herausforderung für die SPD in Bayern ist groß: In aktuellen Umfragen liegt sie bei knapp 15 Prozent und damit weit abgeschlagen von der CSU. Doch Natascha Kohnen ist überzeugt davon, dass sie der Partei von Markus Söder die Stirn bieten kann. Ihre Taktik: Den Wahlkampf auf eine sachliche Ebene führen – weg von „Hetze“ und „Koalitionsspielen“. 

Thematisch sei ihr insbesondere die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie ein großes Anliegen. Bezahlbaren Wohnraum schaffen und gleiche Bildungschancen für alle – die 50-Jährige setzt ihre Schwerpunkte auf den Wohnungsbau, die Familien-, Arbeitsmarkt und Integrationspolitik.

Lesen Sie auch: SPD-Spitzenkandidatin Kohnen im Interview: „Haltung kann man sich nicht kaufen“

Martin Hagen: Spitzenkandidat der FDP für die Landtagswahl 2018 in Bayern

Geht für die FDP in die Landtagswahl in Bayern: Spitzenkandidat Martin Hagen. 

In einer Urwahl wurde Martin Hagen zum Spitzenkandidat der FDP für die bayerische Landtagswahl 2018 gekürt. Dieser stellte in seiner Antrittsrede folgende Punkte des FDP-Wahlprogramms in den Vordergrund: Insbesondere der Ausbau von technologischen Möglichkeiten und der Abbau von Bürokratie seien Hagen ein großes Anliegen. Martin Hagen kritisierte außerdem die Bildungsungleichheit in Bayern – dieser solle durch den Ausbau frühkindlicher Bildung, einen Rechtsanspruch auf einen Ganztagsschulplatz und mehr individuelle Förderungen entgegengewirkt werden. Schüler sollen technische Grundlagen und besonders IT-Grundwissen besser verstehen lernen. Die Bildungsschwerpunkte des bayerischen Schulsystems müssten dementsprechend angepasst und verbessert werden. 

In der viel diskutierten Frage rund um die Verlängerung der Ladenschlusszeiten zeigt sich der liberale Spitzenkandidat offen für die Einrichtung sogenannter „Spätis“. Dies würde vor allem in großen Städten eine Erleichterung für die Bürger sein, man müsse nicht mehr zur Tankstelle oder zum Bahnhof laufen, falls man noch späte Besorgungen machen müsste.

Nicht allen aus der Partei gefällt der neue Kurs der FDP: Der ehemalige FDP-Politiker Thalhammer wechselte jüngst zur CSU. Sein Grund: Bei der FDP sei nichts mehr, wie es war.

Hubert Aiwanger: Spitzenkandidat der Freien Wähler für die Landtagswahl 2018 in Bayern

Hubert Aiwanger vertritt die Freien Wähler bei der Landtagswahl in Bayern. 

Für die Freien Wähler tritt Hubert Aiwanger als Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2018 an. Als Ziel erklärte er, die absolute Mehrheit der CSU solle fallen. Die Freien Wähler streben eine Koalition mit den Christsozialen an. Ihr Kurs soll ein konservativer sein, gleichzeitig müssen sie sich allerdings von der CSU – und der AfD – in ihren Themen abgrenzen. 

Für die Landtagswahl in Bayern möchten die Freien Wähler aus diesem Grund insbesondere auch auf soziale Themen setzen: So setzt sich Aiwanger beispielsweise für eine kostenfreie Kinderbetreuung ein. Handwerker sollen einen höheren Meisterbonus und Lehrer an Grund- und Mittelschulen Gehaltserhöhungen erhalten.

Katharina Schulze und Ludwig Hartmann: Das Spitzen-Duo der Grünen für die Landtagswahl 2018 in Bayern 

Katharina Schulze und Ludwig Hartmann bilden ein dynamisches Spitzen-Duo für die Grünen. 

Umfragen zufolge stehen die Grünen in dieser Landtagswahl vor einer guten Ausgangsposition: Viele Bayern würden sich eine Koalition von CSU und Grüne wünschen. Da die beiden Parteien in nahezu allen Themengebieten jedoch nicht weiter auseinanderliegen könnten, scheint eine solche Zusammenarbeit fraglich und wird insbesondere von der CSU abgelehnt. Die beiden Spitzenkandidaten Katharina Schulze und Ludwig Hartmann wollen sich für die Landtagswahl im Oktober auf ihre grünen Themen konzentrieren und einen sachorientierten Wahlkampf führen: Ihre Schwerpunkte setzen sie auf den Wohnungsbau, den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, der Energie- und Umweltpolitik sowie der Digitalisierung. Wenn sie diese Themen umsetzen können, stünde laut den beiden Spitzenkandidaten einer Regierungsbeteiligung – auch mit der CSU – nichts im Weg.

Eva Bulling-Schröter und Ates Gürpinar: Spitzen-Duo der Linken für die Landtagswahl 2018 in Bayern

Gehen bei der Landtagswahl in Bayern für die Linke ebenfalls als Spitzen-Duo an den Start: Eva Bulling-Schröter und Ates Gürpinar. 

Auch die bayerische Linke tritt mit einem Spitzenduo an: Eva Bulling-Schröter und Ates Gürpinar sollen die Linke für die Landtagswahl im Oktober repräsentieren. Sie möchten sich dem konservativen Kurs der CSU entgegensetzen und linke Ansichten einbringen. Insbesondere Pflege, Umwelt sowie die Bekämpfung von Kinder- und Altersarmut seien ihnen ein großes Anliegen. 

AfD möchte ihren Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2018 in Bayern im Sommer küren 

Die AfD Bayern möchte ihren Spitzenkandidaten für die bayerische Landtagswahl 2018 erst im Sommer küren, so hieß es auf einer Pressekonferenz der Partei. Ende letzten Jahres brachte sich der ehemalige CSU-Lokalpolitiker Franz Bergmüller für eine mögliche Spitzenkandidatur der AfD ins Gespräch. Das entfachte einen großen Streit, da nicht ganz klar war, ob Bergmüller überhaupt als reguläres Mitglied der AfD gelten darf. Mehr dazu in einem weiteren Artikel.

Welche Partei mit welchen Spitzenkandidaten ist nun aber die richtige Wahl für Sie? Einen Anhaltspunkt dafür können Sie vor der Landtagswahl mit dem Wahl-O-Mat Bayern erhalten. Er hilft dabei, Ihre Wünsche mit denen der Parteien abzugleichen.

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