1 von 10
HORST SEEHOFER, 64, CSU - Seehofer ist Ministerpräsident, obwohl er es eigentlich gar nicht werden wollte. Sein Lebenstraum war nach eigener Aussage nur der CSU-Vorsitz. Nun, da er Ministerpräsident ist, will er es aber auch bleiben. Zum Amtsantritt als CSU-Chef 2008 erklärte es Seehofer zu seiner Mission, die Partei zu „alter Stärke“ zurückzuführen - soll heißen: absolute Mehrheit.
2 von 10
Je näher die Wahl rückt, desto tiefer hängt Seehofer seine Ambitionen: Inzwischen will er nur noch die Koalition mit der FDP fortführen. Seehofer hat der CSU in den fünf Jahren seiner Amtszeit eine ziemlich radikale Modernisierung aufgezwungen - vom Atomausstieg bis zur Frauenquote. Das jahrelange Gemoser in der CSU ist derzeit weitgehend verstummt.
3 von 10
CHRISTIAN UDE, 65, SPD - Ude ist es in seiner zwanzigjährigen Amtszeit als Münchner Oberbürgermeister gelungen, die örtliche CSU zu traumatisieren, weil der SPD-Politiker sich in seiner Heimatstadt als unbesiegbar entpuppte. Ude ist ein Sozialdemokrat alter Schule, der insbesondere Privatisierungen von Staatsunternehmen gern kritisiert.
4 von 10
In Umfragen war er häufig beliebtester Politiker Bayerns. Als SPD-Spitzenkandidat ist Ude einer sehr viel schärferen Beobachtung ausgesetzt als in München. Ude beklagte sich in der Folge häufig über Negativkommentare in den Zeitungen. Von den schlechten Umfragewerten will sich Ude nicht verdrießen lassen. Er verweist darauf, dass die Umfrageinstitute schon häufig falsch lagen.
5 von 10
HUBERT AIWANGER, 42, FREIE WÄHLER - Aiwanger will nicht Ministerpräsident werden, sondern das Zünglein an der Waage. Geht sein Kalkül auf, können die Freien Wähler entscheiden, ob sie mit der CSU oder mit SPD und Grünen regieren wollen. Der Schweinezüchter aus Niederbayern hat einen starken niederbayerischen Akzent und die Gabe einprägsamer Formulierungen.
6 von 10
„Wenn wir nicht wären, würden die einschlafen und in ihrem eigenen Saft ersticken“, sagte er einmal über die politische Konkurrenz. Außerdem kann Aiwanger lange Reden ohne jedes Manuskript halten. Bisher nicht aufgegangen ist sein Traum, die Freien Wähler zu einer bundespolitischen Kraft zu machen. 2012 floppte seine Anti-Euro-Kampagne.
7 von 10
MARGARETE BAUSE, 54, GRÜNE - Bause steht seit zehn Jahren an der Spitze der Landtagsfraktion und ist die einzige Frau in der Schar der Spitzenkandidaten. Das stellen die Grünen in ihrer Wahlkampagne auch gebührend heraus. Mit ihren roten Haaren ist sie optisch auffälliger als die konkurrierende Herrenriege.
8 von 10
Politisch steht Bause der SPD sehr viel näher als der CSU. Sie ist eine scharfzüngige Rednerin, schwarz-grüne Spekulationen sind ihre Sache nicht. In ihrer Fraktion ist Bause keineswegs unumstritten, doch die Grünen wussten bislang ihre internen Konflikte gut zu verbergen.

Seehofer, Ude, Bause, Aiwanger, Zeil

Landtagswahl: Die fünf Spitzenkandidaten im Porträt

München - Seehofer, Ude, Bause, Aiwanger, Zeil: Bei der bayerischen Landtagswahl gehen fünf Parteien mit Spitzenkandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten ins Rennen.

Auch interessant

Meistgesehene Fotostrecken

US-General "Militärische Option" gegen Nordkorea bleibt
Trumps Stratege Bannon hält einen Militärschlag gegen Nordkorea wegen der hohen Opfer für nicht machbar. Der höchste Militär der USA aber schon. China ist dagegen und …
US-General "Militärische Option" gegen Nordkorea bleibt
Die Waffen sind weg: Farc-Krieg ist endgültig Geschichte
Seit 1964 erschütterte der Konflikt Kolumbien, über 220 000 Menschen starben bei Kämpfen zwischen Guerilla, Soldaten und Paramilitärs. Nun sind die letzten Waffen der …
Die Waffen sind weg: Farc-Krieg ist endgültig Geschichte
Trumps späte Einsicht kann Proteste nicht stoppen
Trump hat lange gebraucht, um sich gegen die Rassisten von Charlottesville zu positionieren. Die Proteste im ganzen Land konnte er damit nicht stoppen.
Trumps späte Einsicht kann Proteste nicht stoppen
Menschenrechtler: Mindestens 24 Tote nach Wahl in Kenia
Nach der kenianischen Präsidentschaftswahl ist es wie befürchtet zu blutigen Zusammenstößen von Demonstranten und Polizei gekommen. Menschenrechtler kritisieren das …
Menschenrechtler: Mindestens 24 Tote nach Wahl in Kenia

Kommentare