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ARD-Kommentator Harald Kieffer

Hessen und die Folgen

Letzte Schicksalswahl für die Regierung? ARD-Kommentator fordert etwas Simples

Steht die GroKo auf der Kippe? Für ARD-Kommentator Harald Kieffer folgt aus der Schlappe von CDU und SPD bei der Landtagswahl in Hessen etwas ganz Einfaches.

München - „Ein Denkzettel für das Theater, das die drei Koalitionsparteien in Berlin in den den letzten Monaten aufgeführt haben“ - das ist die Analyse von ARD-Kommentator Harald Kieffer in den Tagesthemen nach der Wahlschlappe für CDU und SPD in Hessen. Über 22 Prozent gaben die beiden Parteien zusammengerechnet an ihre Konkurrenten ab. Und einige Medien wittern bereits die Kanzlerinnendämmerung in Berlin: Ist die Regierung Merkel kurz vor dem Ende? Bundeskanzlerin Merkel hat jedenfalls ihren Rücktritt vom CDU-Parteivorsitz angekündigt.

„Nein, ich halte das für Unsinn“, meint Kieffer. Er sieht in Hessen nun „eine große Chance für einen konstruktive Zusammenarbeit der Parteien, die es jetzt für uns richten sollen“. Auch die GroKo in Berlin solle sich nun nicht in „Selbstzweifel stürzen und nervös auf die nächste Wahl warten“. Vielmehr fordert der ARD-Mann etwas ganz Einfaches: Die Koalition in der Hauptstadt sollte „einfach mal regieren“.

Auch die AfD nimmt Kieffer auf der Landesebene von konstruktiver Politik nicht aus, denn die rechte Partei schaffte auch in Hessen den Einzug in das Landesparlament. „Auch sie weiß ganz gut, dass sich Hessen als ein Bundesland ohne EU-Außengrenzen nicht den ganzen Tag mit dem Thema Flüchtlinge beschäftigen muss.“ Ob die AfD allerdings ihr Leib- und Magenthema Flüchtlingskrise in den Hintergrund rückt, das wird erst die Zukunft zeigen. Denn gerade bei der Asylpolitik dürfte die Bundespolitik die Landespolitik wohl weiterhin überstrahlen.

Lesen Sie auch: AfD bei Wählern mit Migrationshintergrund überraschend stark - CDU und SPD punkten nur bei Rentnern

AfD über Merkel-Verzicht: „Das hat sehr viel mit uns zu tun“

mm

Update vom 29.10.18: Zurzeit überschlagen sich die Ereignisse in Berlin. Kanzlerin Merkel hat angekündigt, den Parteivorsitz abgeben zu wollen. Erste mögliche Nachfolger melden sich schon zu Wort, unter anderem Friedrich Merz. 

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