Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern

Grünen-Politiker: Shitstorm wegen dieses Tweets zur Landtagswahl

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Schwerin/Berlin - Ganz schön schief gelaufen: Grünen-Politiker Daniel Mack twitterte zur Landtagswahl einen Satz über die Bürger von Mecklenburg-Vorpommern. Prompt folgte ein gewaltiger Shitstorm.

Daniel Mack ist Politiker der Grünen, Kommunikationsberater und Blogger. Besonders auf Twitter ist der 29-Jährige sehr aktiv - so auch bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern. Bereits Tage vor der Wahl rief er die Nutzer auf, am 4. September wählen zu gehen. Auch am Wahlabend versorgte Mack seine Follower fleißig mit Tweets zur Wahl.

Doch das vorläufige Ergebnis veranlasste den Politiker scheinbar zu einem unüberlegten Tweet: "#MecklenburgVorpommern, das am dümmsten besiedelte Bundesland", schrieb Mack. Hinter der provokanten Botschaft prangerte der Hashtag #AfD. Der Shitstorm ließ nicht lange auf sich warten. "Seriously?", fragte ein Nutzer. "Diese, deine erschreckende Arroganz ist ein Grund, warum viele Menschen in #MVP Protest gewählt haben."

Macks Parteikollege Reinhard Bütikofer schaltete sich ebenfalls ein: "So einen arroganten Schwachsinn solltest Du Dir schenken", rügte er. "Böse Grüße von der Grünen Wahlparty in Schwerin." Eine andere Nutzerin schrieb empört: "Schämen Sie sich, Herr Mack! Allerunterste Schublade!"

"Wählerbeschimpfung bestärkt Wut- und Protestwähler"

Daniel Mack ließ sich durch den Shitstorm nicht beirren und twitterte munter weiter: Auf den Kommentar von Publizist Hugo Müller-Vogg, "Wählerbeschimpfung bestärkt Wut- und Protestwähler", entgegnete Mack: "Dünn besiedelt, auf Zuwanderung angewiesen, wählt AFD auf 2. Platz, schreckt Investoren ab. Ja, das ist dumm".

Ob das Ganze nun politisches Kalkül war, um Aufmerksamkeit zu generieren oder eine vorschnelle Äußerung, die besser nicht im Netz gelandet wäre, wissen wir nicht. Für Daniel Mack war die Sache scheinbar ziemlich schnell gegessen, er schien sich mehr für das Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Norwegen zu interessieren, wie er wenig später mit einem Retweet zeigte.

sb

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