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Reaktionen der Netzgemeinde

"McPom, aber ohne braune Soße" - Die Wahl bei Social Media

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Schwerin/Berlin - Die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern wurde nicht nur im Fernsehen viel diskutiert, sondern auch im Netz. Die Social-Media-User sind über das Ergebnis geteilter Meinung.

Ganz Deutschland bewegt die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern. Vor allem auf Social-Media-Kanälen wird die Wahl heiß diskutiert. Auffällig ist, dass im Vorfeld viele Nutzer dazu aufgerufen hatten, zur Wahl zu gehen- sei es, um für eine spezielle Partei zu werben oder um vor einem in ihren Augen negativen Wahlergebnis zu warnen. Die SPD klinkte sich in diesen Trend mit ein und twitterte ein paar Stunden vor Schließung der Wahllokale ein Gif mit der Message: "Wer bis 18 h nicht wählen war, hat dann kein Recht, sich aufzuregen". Andere Nutzer taten es den Sozialdemokraten gleich, allerdings mit einer anderen Botschaft:

Auch die Band Jennifer Rostock wurde noch einmal zum Thema: In ihrer neuesten Single hatten die Usedomer die AfD kritisiert, prompt war ein bitterböser Hassbrief eines Anhängers der Rechtspopulisten im Briefkasten der Frontfrau Jennifer Weist gelandet. Auf Twitter wird die Band jetzt bei manchem als "größter Meinungsmultiplikator für die AfD" gehandelt. Ein User schreibt etwa: "Dank Jennifer Rostock wähle ich #AfD".

Neuer Trend: #twitternwie18uhr

Viele User versuchen gegen die große Zahl an AfD-Anhängern zu halten, die sich auf Twitter tummeln. So schreibt eine Nutzerin: "Ich hätte heute gerne einen McPom. Aber bitte ohne braune Soße...". Doch die Stimmen der AfD- und NPD-Anhänger scheinen zu überwiegen, vor allem unter dem Hashtag #MecklenburgVorpommern, der kurz vor Bekanntgabe des Ergebnisses noch unter dem Zusatz "braun" trendet.

Neu ist der Trend #twitternwie18uhr. Hier malten sich Twitter-User vor 18 Uhr, also vor der ersten Prognose aus, wie die Wahl wohl ausgehen wird. Auch die Folgen des vorläufigen Wahlergebnisses wurden heiß diskutiert. Auffallend ist hier das Übermaß an Sarkasmus und Ironie in den Tweets. So schreibt ein User: "Wir prüfen, ob das Fluten von Norddeutschland bis an die Berliner Stadtgrenze nicht für alle die beste Option wäre". Ein anderer wiederholt eine bekannte Floskel enttäuschter Politiker: "Es ist uns nicht gelungen, unsere Wähler zu mobilisieren".

Prominente Gesichter mischen die Twitter-Gemeinde auf

Auch Politiker und die Parteien selbst twitterten. Christoph Lauer, Mitglied der Piraten, machte beim #twitternwie18uhr mit und schrieb mit einem Augenzwinkern: "Woah, Scheiße, wie konnte das nur passieren? Jetzt müssen wir aufstehen und was machen!" Blogger Sascha Lobo sieht das Ganze weniger ironisch. Er twitterte:

Der SPD-Prteivorsitzende Sigmar Gabriel freute sich über den Sieg der SPD und gratulierte seinem Parteikollegen Erwin Sellering. "Kurs halten lohnt sich", schrieb der Bundesminister. Auf Facebook bejubelte die AfD den Sieg ihrer Parteikollegen in Mecklenburg-Vorpommern und bezeichnete sich selbst als "klaren Wahlsieger". Die enttäuschte Linke postete kurz nach Bekanntgabe der ersten Prognosen ein Video mit den Worten "Mit dem Ergebnis können wir nicht zufrieden sein".

sb

Rubriklistenbild: © Screenshot Twitter

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