Zahlen zur Wahl

Vorläufiges Ergebnis aus Sachsen-Anhalt: CDU holt deutlichen Sieg - plötzlich neue Koalitions-Option

  • Robert Märländer
    VonRobert Märländer
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  • Marcus Giebel
    Marcus Giebel
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Sachsen-Anhalt hat seinen 8. Landtag gewählt. Das vorläufige Ergebnis zeigt einen deutlichen Sieg der CDU. Die FDP schafft den Wiedereinzug.

  • Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt triumphiert die CDU, während die Grünen ein schwaches Ergebnis einfahren.
  • Reiner Haseloff (CDU) könnte eine Koalition bilden, mit der die Prognosen nicht gerechnet haben (siehe Update vom 6. Juni, 20.44 Uhr).
  • Dieser Ticker wird fortlaufend aktualisiert.

Ergebnisse der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Das vorläufige Ergebnis

CDUAfDLinkeSPDFDPGrüneSonstige
37,1 %20,8 %11 %8,4 %6,4 %5,9 %10,4 %

Update vom 7. Juni, 5 Uhr: Das vorläufige amtliche Ergebnis zur Landtagswahl in Sachsen Anhalt steht fest. Laut Landeswahlleitung wird die CDU dabei stärkste Kraft mit 37,1 Prozent der Stimmen. Die AfD folgt mit deutlichem Abstand dahinter und kommt auf 20,8 Prozent. Die Linke kann den dritten Platz halten, verliert dennoch einige Prozentpunkte und landet vorläufig bei 11 Prozent. Auch die SPD verliert und erhält noch 8,4 Prozent der Stimmen. Die FDP schafft den Einzug ins Parlament mit 6,4 Prozent - und wird damit noch stärker als die Grünen, die auf 5,9 Prozent kommen, also nur leicht zulegen im Vergleich zu 2016.

Ergebnisse der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Aktuelle Hochrechnungen des Abends

HochrechnungUhrzeitCDUAfDLinkeSPDGrüneFDPSonstige
ARD23.01 Uhr37,0 %20,9 %11,2 %8,3 %6,1 %6,4 %10,1 %
ZDF22.30 Uhr36,8 %21,4 %11,0 %8,3 %5,9 %6,4 %10,2 %

Update vom 6. Juni, 23.55 Uhr: Vereinzelt treffen die vorläufigen Endergebnisse aus weiteren Wahlkreisen ein, doch ein Gesamtergebnis ist noch nicht in Sicht. Die Hochrechnungen waren zuletzt bei fast identischen Werten angelangt. Die letzten Auszählungen können die Werte der einzelnen Parteien noch leicht verändern. An der Tendenz ändert sich zu dieser Stunde aber nichts mehr.

Update vom 6. Juni, 23.42 Uhr: Die ersten Wahlkreise sind vollständig ausgezählt. In Aschersleben, Staßfurt, Schönebeck und Bernburg hat jeweils die CDU die meisten Stimmen geholt. Auch bei den Direktkandidaten setzten sich CDU-Politiker durch. Für den Rest des Bundeslandes sind ähnliche Ergebnisse zu erwarten (siehe vorheriges Update).

Kurz vor amtlichen Ergebnissen aus Sachsen-Anhalt: CDU vor fast vollständigem Sieg

Update vom 6. Juni, 22.55 Uhr: Ein Blick auf die Auszählung in den Wahlkreisen zeigt, dass die CDU-Kandidaten fast überall mit einem Sieg rechnen können. Laut Daten der Deutschen Presse-Agentur sind über 90 Prozent der Wahlbezirke ausgezählt und in 40 von 41 Wahlkreisen führt die CDU. Nur im Wahlkreis Zeitz lag am späteren Abend ein AfD-Kandidat vorn.

Update vom 6. Juni, 22.33 Uhr: Noch immer gibt es in keinem der Wahlkreise ein vorläufiges Endergebnis. Die Hochrechnungen für das Gesamtergebnis haben sich aber deutlich aneinander angenähert. Noch immer hätte eine Koalition von CDU und SPD eine denkbar knappe Mehrheit von nur einem Sitz im Landtag. Falls sich die Hochrechnungen bewahrheiten, ist damit aber eine erneute Drei-Parteien-Koalition noch nicht ausgeschlossen.

Ergebnisse der AfD: Wo war sie in Sachsen-Anhalt besonders stark?

Update vom 6. Juni, 21.50 Uhr: Die AfD liegt deutlich weiter hinter der CDU als es viele Umfragen zuvor ermittelt hatten. Trotzdem fährt sie das mit deutlichem Abstand zweitbeste Ergebnis bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ein. Wir zeigen auf Basis aktueller Auszählungen, wo die Hochburgen der AfD im Bundesland liegen. Die interaktive Grafik aktualisiert sich fortlaufend und bietet Informationen bis auf Gemeindeebene.

Wenige Sitze entscheiden: Unerwartete Koalition möglich?

Update vom 6. Juni, 20.44 Uhr: Die spannendste Frage am Wahlabend ist inzwischen, ob das Ergebnis in Sachsen-Anhalt auch eine schwarz-rote Koalition ohne dritten Partner ermöglicht. Die Hochrechnungen deuten darauf hin, dass es dafür knapp reichen könnte. Alternativ steht eine Fortsetzung von Schwarz-Rot-Grün im Raum, wobei einer der kleinen Koalitionspartner ersetzt werden könnte - denn die FDP ist dieses Mal im Landtag vertreten. Während der Wahlsieg schnell entschieden war, spielen jetzt für die Zukunft im Bundesland doch noch kleinste Verschiebungen im Wahlergebnis eine Rolle.

Update vom 6. Juni, 19.54 Uhr: Noch gibt es keine amtlichen Endergebnisse aus den Wahlkreisen, von denen es in Sachsen-Anhalt 41 gibt. Von allen Bewerbern im Wahlkreis zieht am Ende jeweils eine Direktkandidatin oder ein Direktkandidat in den Landtag ein. Auch mit diesen Ergebnissen ist noch im Laufe des Wahlsonntags zu rechnen.

Update vom 6. Juni, 19:21 Uhr: Auch die zweiten Hochrechnungen bestätigen den vorherigen Trend. Die CDU ist deutlich stärkste Kraft im Landtag und kann mit SPD, Grünen und FDP in Gespräche über eine Regierungskoalition gehen. Im Gegensatz zur letzten Landtagswahl scheint sogar ein Bündnis aus zwei Parteien möglich. CDU und SPD haben derzeit rechnerisch fast die Mehrheit der Sitze.

„Sensationell gutes Ergebnis“: CDU feiert nach der Landtagswahl

Update vom 6. Juni, 18.31 Uhr: Der Wahlsieg der CDU steht bereits fest, auch wenn die Auszählung der Briefwahl noch zu Veränderungen bei den folgenden Hochrechnungen führen könnte. CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak nannte im ZDF das Abschneiden seiner Partei „ein sensationell gutes Ergebnis“. Ministerpräsident Haseloff bedankte sich bei den Bürgern für eine deutliche „Abgrenzung nach rechts“. In einem frühen Statement gegenüber der ARD teilte er mit, man werde mit allen demokratischen Parteien über eine Koalition sprechen.

Klarer Trend für das Wahlergebnis: CDU siegt in Sachsen-Anhalt

Update vom 6. Juni, 18.13 Uhr: Schon die erste Prognose zeigt einen klaren Trend in Sachsen-Anhalt. Bei der Landtagswahl hat die CDU mit deutlichem Abstand ihre Rolle als stärkste Partei verteidigt. Ihr wird ein Wahlergebnis mit Zugewinnen von teils über sechs Prozentpunkten gegenüber der vorherigen Wahl vorausgesagt. Weit hinter dem bundesweiten Trend liegen hingegen die Grünen. Während die Partei bei der Bundestagswahl im September auf die Kanzlerschaft hofft, reicht es in Sachsen-Anhalt womöglich nur für weniger als sieben Prozent der Stimmen. Die AfD muss mit leichten Verlusten rechnen. Die größten Verluste seit der letzten Landtagswahl fährt Die Linke ein. Die FDP war zuletzt nicht im Landtag vertreten, überwindet dieses Mal aber sicher die Fünf-Prozent-Hürde.

Update vom 6. Juni, 18 Uhr: Die ersten Prognosen des Abends sind da. Infratest dimap sieht die Parteien in den Prognosen für die ARD bei folgenden Werten:

  • CDU: 36 Prozent
  • AfD: 22,5 Prozent
  • Linke: 11 Prozent
  • SPD: 8,5 Prozent
  • Grüne: 6,5 Prozent
  • FDP: 6,5 Prozent

Update vom 6. Juni, 17.35 Uhr: Um 18 Uhr gibt es die ersten Zahlen, die zu diesem Zeitpunkt noch ausschließlich auf Wählerbefragungen an den Wahlräumen beruhen. Sobald erste Teilergebnisse ausgezählt sind, fließen auch diese Daten in die Zahlen mit ein. Es entstehen die ersten Hochrechnungen, die mit der fortschreitenden Auszählung immer präziser werden. Mit dem vorläufigen Ergebnis ist am späteren Abend zu rechnen.

Wahlergebnis aus Sachsen-Anhalt mit Gewinnen und Verlusten

Update vom 6. Juni, 17:01 Uhr: Den aktuellen Stand in Sachsen-Anhalt finden Sie in diesem Ticker auch als interaktive Grafik. Von den Ersten Hochrechnungen bis zum Endergebnis zur Landtagswahl finden Sie hier fortlaufend die aktuellen Zahlen. Sie können auf diesem Weg auch die Gewinne und Verluste im Vergleich zum Ergebnis der vorherigen Landtagswahl verfolgen.

Voraussichtlich wird neben CDU, AfD, Linke, SPD und Grünen dieses Mal auch die FDP in den Landtag einziehen. Sie könnte auch direkt bei der Regierungsbildung eine Rolle spielen. Sicher scheint nur, dass die CDU wohl wieder die stärkste Partei in der neuen Koalition werden wird.

Zunächst geringe Wahlbeteiligung: Ursache bei der Briefwahl zu suchen?

Update vom 6. Juni, 16.30 Uhr: Im Vorfeld der Wahl wurde teils ein enges Rennen zwischen CDU und AfD an der Spitze erwartet. Das Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist außerdem ein letzter, allgemeiner Stimmungstest vor der Bundestagswahl im September. Obwohl die politische Lage somit außergewöhnlich brisant ist, sah es am Nachmittag noch nicht nach einer besonders hohen Wahlbeteiligung aus. Bis 14 Uhr lag sie nur bei 27,1 Prozent, während es bei der vorherigen Wahl zur gleichen Zeit 35,4 Prozent waren. Allerdings ist mit einer deutlich höheren Zahl von Briefwählern zu rechnen. Die Zahlen aus den Wahllokalen könnten sich dadurch relativieren. Schon deshalb bleibt vorerst offen, wie hoch der Anteil der Wähler unter den rund 1,8 Millionen Wahlberechtigten sein könnte.

Update vom 6. Juni, 14.15 Uhr: Der Wahltag in Sachsen-Anhalt ist schon gut vorangeschritten. In weniger als vier Stunden schließen die Wahllokale. Dann folgen nach 18 Uhr die ersten Prognosen zur Landtagswahl. Ein vorläufiges Endergebnis könnte in der Zeit um Mitternacht kommen (siehe Erstmeldung). (Unser Politik-Newsletter hält Sie rund um die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt auf dem Laufenden.)

Zur Überblick hier noch einmal das Wahlergebnis bei der vergangenen Landtagswahl 2016:

ParteiErgebnis bei der Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2016
CDU29,8 Prozent
AfD24,3 Prozent
Linke16,3 Prozent
SPD10,6 Prozent
Grüne5,2 Prozent

Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2021: Wann gibt es erste Hochrechnungen und das amtliche Endergebnis?

Erstmeldung vom 6. Juni: Magdeburg - Sachsen-Anhalt wählt als letztes Bundesland vor der Bundestagswahl im Spätsommer einen neuen Landtag. Am 6. Juni entscheidet sich, ob CDU-Ministerpräsident Reiner Haseloff weiterregieren kann und welche Bündnispartner mit dem Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zur Verfügung stehen.

Die beiden übrigen Koalitionsparteien SPD und Grüne setzen mit Katja Pähle und Cornelia Lüddemann wie die Linke mit Eva von Angern und die FDP mit Lydia Hüskens auf weibliche Spitzenkandidaten. Härtester Konkurrent für die Regierungspartei sollte aber erneut die AfD werden, die von Oliver Kirchner angeführt wird. Der 8. Landtag in Magdeburg wird mindestens 83 Abgeordnete umfassen. Zwischen 8 und 18 Uhr können die Wähler im Wahlraum ihren Stimmzettel ausfüllen.

Ab wann wird das Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ausgezählt?

Mit den ersten Hochrechnungen ist bereits kurz nach Schließung der Wahllokale zu rechnen. Dann wird sich ein erstes Bild über die künftige Zusammensetzung des Parlaments in der Landeshauptstadt ergeben. Allerdings beginnt die eigentliche Auszählung in Sachsen-Anhalt erst zu diesem Zeitpunkt, auch die Briefwahlumschläge werden erst dann geöffnet.

Die ersten veröffentlichten Zahlen am frühen Abend beruhen daher zu einem großen Teil auf den Befragungen der Wahlberechtigten vor Ort. Bei solchen „Exit Polls“ fragen Meinungsforscher direkt an den Wahllokalen die Entscheidung der Wahlberechtigten ab. Dabei bleiben die Teilnehmer jedoch anonym. Denn auch diese Wahl ist selbstverständlich geheim. Da die Befragten auch gebeten werden, ihre Entscheidung vor fünf Jahren preiszugeben, lassen sich Rückschlüsse auf die Wählerwanderungen zwischen den Parteien ziehen.

Wie verlässlich sind die Hochrechnungen für das Landtagswahl-Ergebnis in Sachsen-Anhalt?

In diese Hochrechnungen fließen kurz danach aber auch die ersten ausgezählten Stimmen aus den Wahllokalen ein. Es entstehen die sogenannten Prognosen, die schon zum Teil auf realen Kreuzen der Wähler beruhen. Im Laufe des Abends werden die Prognosen dann immer wieder angepasst und nähern sich somit von Stunde zu Stunde dem letztendlichen Wahlergebnis an. In der Regel bleiben die Werte bei diesen Aktualisierungen sehr stabil, vereinzelt kann sich jedoch auch eine Trendumkehr herauskristallisieren.

Wann gibt es ein amtliches Endergebnis aus Sachsen-Anhalt?

Das Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wird aller Voraussicht nach noch am Wahlabend bekannt sein. Zwar wird wegen möglicher Unwägbarkeiten hierfür kein fester Zeitpunkt angegeben, realistisch erscheint jedoch ein Zeitfenster rund um Mitternacht. Auch diese Zahlen sind dann vorläufig, in aller Regel aber identisch mit dem amtlichen Endergebnis, das einige Tage später veröffentlicht wird. Vor der Bekanntgabe tagen zunächst die Kreiswahlausschüsse und schließlich der Landeswahlausschuss.

41 Abgeordnete über Erststimme, übrige Plätze werden via Verhältniswahl vergeben

Wie sich der künftige Landtag zusammensetzt, wird sich erst danach entscheiden. Aus jedem der 41 Wahlkreise wird ein Mandat über die Erststimmen vergeben, wobei eine einfache Mehrheit genügt.

42 weitere Abgeordnete stoßen über die Zweitstimmen hinzu. Dabei werden ausschließlich die Parteien bedacht, die mit ihrem Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt die Fünf-Prozent-Hürde übersprungen haben. Diese Plätze werden via Verhältniswahl so auf die Parteien verteilt, dass sich das Wahlergebnis auch in der Sitzverteilung des Parlaments widerspiegelt. Dazu können Überhang- oder Ausgleichsmandate nötig werden, die eine Vergrößerung des Landtags zur Folge hätten. (mg)

Rubriklistenbild: © dpa/Frank May

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